Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Baryton

Baryton

Der Baryton (auch Bariton oder Viola di Bardone oder einfach Bardone) ist ein Streichinstrument des 18. Jahrhunderts. Er hat etwa die Größe eines Violoncellos mit der Stimmung A d f a d' f'. Das Instrument wird wie eine Gambe zwischen den Beinen gehalten. Der Bogen wird im Untergriff geführt. Neben den 6 Spielsaiten befinden sich an der Rückseite des Halses, der leicht ausgehöhlt ist, 7 bis 9 Resonanzsaiten, die - vorwiegend diatonisch gestimmt - mit dem Daumen der linken Hand angezupft werden, was das Spiel auf dem Instrument schwierig macht. Der zarte Klang des Instruments machte es beliebt in der Frühklassik, in der der Stil der Empfindsamkeit, eine der Hauptströmungen des Rokoko, aufkam. Joseph Haydn schrieb für seinen Dienstherren, den Fürsten Esterházy, der selbst Baryton spielte, mehr als 170 Kompositionen für Baryton (Soli, Trios, Divertimenti u.s.w.). Nach 1800 geriet das Instrument in Vergessenheit.

Weblinks


- [http://www.deutsches-museum.de/mum/objekte/objekt.php?tab=4&prev_id=1&nav_id=47 Ein Baryton in der Musikinstrumentensammlung] des Deutschen Museums zu München. Kategorie:Historisches Musikinstrument Kategorie:Streichinstrument

Streichinstrument

Die Streichinstrumente gehören zu den Saiteninstrumenten, es sind Musikinstrumente, bei denen ein Bogen oder Reibrad die Schwingung der Saiten durch Reibung verursacht.

Geschichte

Streichinstrumente wie Fiedel und Rebec sind in Europa mindestens seit dem 11. Jahrhundert bekannt. Zumindest beim Rebec ist dabei der arabische Ursprung des Instruments (Rebab) sicher nachzuweisen. Aus der Fiedel und dem Rebec entwickelte sich im 15. und 16. Jahrhundert die Violen- und Gambenfamilie. Zu den Streichinstrumente mit Resonanzsaiten gehören Baryton, Viola d'amore, Lira da Gamba und Lira da Braccio. Bei der in der Renaissance aber auch im 18. Jhdt. sehr beliebten Drehleier werden die mit kolophonierter Baumwolle umwickelten Melodie- sowie ein oder mehrere Bordunsaiten durch ein Holzrad, das mittels einer Kurbel gedreht wird, zum Klingen gebracht. Eine noch längere Geschichte haben Streichinstrumente in China, die unter dem Begriff Huqin zusammengefasst werden. Es handelt sich um ein- und zweisaitige Geigen, die u.a. das Rückgrat des Orchesters in der Peking-Oper darstellen; es handelt sich um Erhu, Gaohu, Zhonghu, Gehu und Bass-Gehu, die jedoch regional unterschiedliche Bedeutung haben. Hinsichtlich Japan ist die dreisaitige Kokyu zu erwähnen. Außerdem werden in den meisten traditionellen Volksmusiken vieler europäischer und außereuropäischer Länder verschiedenste Fiedeln (vor allem Mittel- und Nordeuropa) und Geigen (z.B. die Gudok in Russland und Gudulka in Bulgarien oder der Rebab in der arabischen Kultur sowie im Gamelanorchester in Indonesien) verwendet.

Instrumententypen

Heute in der europäischen klassischen und zeitgenössischen Musik gebräuchliche Streichinstrumente sind:
- Violine
- Viola
- Violoncello
- Kontrabass Historische Streichinstrumente, die zur Aufführung alter europäischer Musik zunehmend wieder gebraucht werden, sind insbesondere Fiedel, Gambe, Rebec (Rubeba), Trumscheit, Drehleier und die Viola d'amore. Mit Tasten ausgestatte mechanische Streichklaviere sind ebenfalls dieser Gruppe zuzuordnen. Im 17., 18. und 19. Jahrhundert kam bei Tanzstunden die Pochette (in Schiffchenform) und die Tanzmeistergeige (eine Geige in teils klassischer Form, aber kleinem Korpus) zum Einsatz. Die Instrumente haben einen hellen und schwachen Klang. In öffentlichen und privaten Sammlungen befinden sich Instrumente von großen Geigenbauern, von Antonio Stradivari und anderen großen Meistern des 18. Jahrhunderts bis hin zu Vuillaume im 19. Jahrhundert. Ein Unikum bleibt der 1855 in Frankreich entstandene Oktobass. Im Bereich der Folk-Musik, vor allem der skandinavischen, ist die Nyckelharpa in ihren verschiedenen Formen, aber auch die Hardangerfiedel in den letzten Jahren immer populärer geworden.

Buchtipp

Urs Frauchiger, Der eigene Ton, Ammann Verlag 2000, ISBN 3250300039 - spannende Interviews mit berühmten Streichern

Weblinks

!

18. Jahrhundert

Das 18. Jahrhundert begann am 1. Januar 1701 und endete am 31. Dezember 1800. Es zählt zur Epoche der Neuzeit, gilt im Rahmen der europäischen Geschichte als eine Krönung der Aufklärung - man spricht auch von der Zeit der Spätaufklärung. Nachdem bereits seit der Renaissance und vermehrt im 17. Jahrhundert Forscher und Denker wie Galilei, Newton und Descartes Grundlagen geschaffen hatten, entwickelte sich die neuzeitliche Wissenschaft weiter, gab der Landwirtschaft und Warenproduktion (Manufaktur/ früher Industrialismus) neue Impulse, Ursprünge moderner Wirtschaftswissenschaft wurden erarbeitet - durch Adam Smith z. B. In Begleitung von Voltaire und Jean-Jacques Rousseau kam es auch zum Aufblühen einer Philosophie der Aufklärung. Neue Projekte wie die Enzyklopädie (Denis Diderot u. a.) bargen neben rein sachlichen Wissenssammlungen auch brisante Inhalte, beeinflussten die späteren politischen Revolutionen des Jahrhunderts. In Deutschland kam ein neues Durchsetzungskraft des Mittelstandes z. B. in den Werken Gotthold Ephraim Lessings zum Ausdruck. Mit der Aufklärung erweiterten auch die Vertreterinnen der Frauenemanzipation ihr Wirkungsfeld (Mary Wollstonecraft u. a.).

Ereignisse/Entwicklungen


- Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika
- Französische Revolution 1789
- Gründung der Zulu-Nation
- Die Aufklärung
- In London entwickelt sich anfangs Jahrhundert eine florierende Wertpapierbörse
- Wissenschaftliche Entdeckungen und Frühphase der Industriellen Revolution.
- Die Kleine Eiszeit (1500-1850) erreicht um 1750 ihren Höhepunkt.
- Die Parlamente von Schottland und England bilden das Vereinigte Königreich von Großbritannien
- James Cook umrundet die Welt in den 1770ern.
- Beginn der europäischen Besiedlung Australiens 1788.
- Napoleonische Truppen entdecken 1799 den Stein von Rosetta.
- Wars of Empire zwischen Großbritannien, Frankreich, Spanien, Österreich.
  - siehe auch Spanischer Erbfolgekrieg 1701-1714 (engl. Queen Anne's War), Österreichischer Erbfolgekrieg, War of Jenkins Ear, Siebenjähriger Krieg (engl. French and Indian War). Besiegelt den Aufstieg Großbritanniens zur Großmacht.

Persönlichkeiten


- James Watt, schottischer Erfinder.
- Johann Sebastian Bach, Komponist
- Canaletto, italienischer Maler
- James Cook, englischer Entdecker
- Denis Diderot, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Leonhard Euler, schweizer Mathematiker
- Henry Fielding, englischer Schriftsteller
- Benjamin Franklin, amerikanischer Erfinder und Diplomat
- Friedrich II. von Preußen, König
- Thomas Gainsborough, englischer Maler
- Johann Wolfgang von Goethe, Dichter, Naturwissenschaftler, Kunsttheoretiker und Staatsmann
- Oliver Goldsmith, englischer Schriftsteller
- Thomas Gray, englischer Dichter
- Joseph Haydn, Komponist
- William Hogarth, englischer Maler
- David Hume, schottischer Philosoph
- Thomas Jefferson, amerikanischer Politiker
- Immanuel Kant, deutscher Philosoph
- Angelika Kauffmann, schweizerische Malerin
- Katharina II. (genannt: Katharina die Große)
- Gotthold Ephraim Lessing, deutscher Schriftsteller
- Georg Christoph Lichtenberg, deutscher Aphorist
- Michail Lomonossow, russischer Universalgelehrte
- Anton Raphael Mengs, deutscher Maler
- Wolfgang Amadeus Mozart, Komponist
- Isaac Newton, englischer Physiker
- Joshua Reynolds, englischer Maler
- Jean-Jacques Rousseau, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Friedrich Schiller, deutscher Dichter und Schriftsteller
- Laurence Sterne, englischer Schriftsteller
- Alexander Suworow, russischer Feldmarschall
- Jonathan Swift, irischer Schriftsteller
- Bertel Thorvaldsen, dänischer Bildhauer
- Giovanni Battista Tiepolo, italienischer Maler
- Voltaire, französischer Schriftsteller und Philosoph
- Johann Philipp Lorenz Withof, Dichter und Philosoph, Verfasser philosophischer Lehrgedichte
- Maria Theresia, Erzherzogin von Österreich, Königin Ungarns und Böhmens
- Christian Wolff, Universalgelehrter, Philosoph, Jurist und Mathematiker

Erfindungen und Entdeckungen


- Cotton Gin von Eli Whitney
- John Harrisons Chronometer löst das Längenproblem der Navigation der Seefahrt
- Verbesserte Dampfmaschinen durch Thomas Newcomen und James Watt
- Dampfboot
- Dampfwagen
- Heißluftballon
- Fallschirm
- optischer Telegraph
- Blitzableiter
- Kreissäge
- Steindruck / Lithographie
- Impfung
- Quecksilberthermometer
- diverse Innovationen der Textilindustrie, u. a. programmierbare Webstühle 01-18 ! ja:18世紀 ko:18세기

Gambe

Die Viola da Gamba (von italienisch "Kniegeige" - gamba = italienisch "Bein"; im Deutschen auch verkürzt "Gambe" genannt) ist ein historisches Streichinstrument. Im Unterschied zu den Instrumenten der Familie der Viola da Braccio (braccio italienisch = "Arm"), siehe auch Violine/Geige, hat sie mehr Saiten (üblicherweise 6 oder 7), Bünde auf dem Griffbrett. Der Bogen wird im Untergriff gehalten. Der Korpus des Instruments wird zwischen den Beinen gehalten oder bei kleinen Instrumenten auf den Schoß gestellt, wobei der Hals nach oben zeigt. Ihr Klang ist weicher als der der Geigenfamilie. Die Instrumente in der Familie der Viole da Gamba wurden nach den menschlichen Gesangsstimmen benannt. Gebräuchlich waren Diskant-, Alt- und Tenor-/Bassgamben sowie als 16-Fuß Instrument der Violone.

Der Bau

Die Decke ist gewölbt, aber wesentlich flacher als bei den Violinen. Sie besteht aus Fichte und hat gewöhnlich C-Löcher. Teilweise wurde auch eine Rosette eingelegt. Die Zargen, gefertigt aus Ahorn, sind wesentlich höher als bei den Geigen. Für den Boden wurde auch Ahorn verwendet. Er ist flach, innen beleistet und knickt zum Hals hin ab. Wie bei der Geigenfamilie befindet sich im inneren unter der Discant-Seite des Steges die Stimme und unter der Bass-Seite der Bassbalken. Die Gambe verfügt normalerweise über keinen überstehenden Rand an Decke und Boden. Der Gesamteindruck des Korpus wirkt im Vergleich zur Geige eher birnenförmig. Die C-Bügel (Mittelbüge) laufen stumpf aus. Deshalb verfügt die Gambe nicht über Ecken, wie man sie von der Geige kennt. Das überstehende Griffbrett wurde meist mit Ebenholz furniert oder bestand aus Ahorn.

Historie

Die Viola da Gamba war in Renaissance und Barock in aktivem Gebrauch und wurde in allen Größen gebaut. Eine typische Ensemble-Form war das aus mehreren Instrumenten bestehende Gamben-Consort. Es wurde aber auch viel Solo-Literatur für das Instrument geschrieben. Auch für die Generalbass-Praxis waren die Bassviolen da gamba sehr wichtig. Generalbass Michael Praetorius beschreibt 1619 in seinem Werk "Syntagma musicum" im 2. Band (De Organographia) die Familie der Gamben wie folgt: "... Und haben den Namen daher/ daß die ersten (Viole de Gamba) zwischen den Beinen gehalten werden: Denn da gamba ist ein Italienisch Wort/ und heist ein Bein/ legambe, die Beine. Unnd dieweil diese viel größere corpora, und wegen des Kragens lenge/ die Saiten auch ein lengern Zug haben/ so geben sie weit ein lieblichen Resonanz/ Als die anderen debracio, welche uff dem Arm gehalten werden. ... Die Violen de Gamba haben 6.Saiten/ werden durch Quarten, und in der Mitten eine Terz gestimmet/ gleich wie die sechsChörichte Lautten. Die Engländer/ wen sie alleine darmit etwas musiciren, so machen sie alles bisweilen umb ein Quart, bisweilen auch eine Quint tieffer/ also/ daß sie die untersten Saiten im kleine Baß vors D; im Tenor und Alt vors A; Im Cant vors e rechnen und halten ... Die groß Viol de Gamba (Italis Violono, oder Contrabasso da gamba, ... wird von den meisten per quertam durch und durch gestimmet; ... Die Alten haben dieser Violen de gamba, wie im Agricola zu finden/ dreyerley Arten gehabt: Dann etliche sind mit drey Saitten; Etliche mit vier; Und etliche ... mit fünff Saitten bezogen worden. ... Es sind auch newlicher zeit zween gar grosse Violn deGamba Sub Bässe ... gefertigt worden/ darbey man die andern grosse Contra Bässe/ zu den Tenorn-und Altstimmen/ den kleinen Viol de Gamba Baß aber an stadt des Discants gebrauchen kan. ..." Im Laufe des Hochbarock wurden die Gamben jedoch als Orchesterinstrumente zunehmend unattraktiv. Johann Sebastian Bach verwendete sie in seinem 6. Brandenburgischen Konzert, das von Musikwissenschaftlern als Ende der Ära der Viola da Gamba verstanden wird. Im 20. Jahrhundert wurde die Viola da Gamba im Rahmen der aufkommenden historischen Aufführungspraxis für die Aufführung Alter Musik wiederentdeckt.

Siehe auch


- Viola Bastarda
- Baryton
- Christian Ferdinand Abel
- Carl Friedrich Abel Kategorie:Historisches Musikinstrument Kategorie:Streichinstrument ja:ヴィオラ・ダ・ガンバ

Klassik

Klassik (lat. classis = militärisches Aufgebot, erste gesellschaftliche Klasse) bezeichnet allgemein historische Epochen, denen größte Blüte und Vollkommenheit zugeschrieben wird. Im Speziellen bedeutet Klassik:
- in der Musik die Klassische Musik
- in der deutschen Literatur die Weimarer Klassik (Wende vom 18. Jahrhundert zum 19. Jahrhundert)
- in der französischen Literatur die französische Klassik (17. Jahrhundert - ca. 1715)
- die Zeit der griechisch-römischen Antike
- im engeren Sinn eine Epoche im Antiken Griechenland (ca. 490 - 436)
- in der Wirtschaftstheorie die Klassische Nationalökonomie

Rokoko

] ] , Südfassade]] Rokoko ist eine Weiterentwicklung der kunstgeschichtlichen Epoche des Barock in den Jahren 1720 bis 1780. Stiltypisch sind überbordende Verzierungen, an Bauten, Innenräumen, Möbeln, Geräten usw. und vor allem die Aufgabe jeglicher Symmetrie, die im Barock noch als wichtiges Element verwendet wurde. An die Stelle fester Formen treten leichte, zierlich gewundene Linien und häufig rankenförmige Umrandungen. Die Rocaille (franz.: Muschelwerk) soll namensgebend für diese Kunstrichtung gewesen sein. (Diese bewusste Abkehr von Symmetrie wurde später im Jugendstil wieder aufgegriffen.) Die Asamkirche in München steht an der Schwelle zum Rokoko, doch tritt hier die typische Leitform im Ornament, die Rocaille noch nicht auf. Man findet sie zuerst in den späten 1730er Jahren, doch herrschen auch in dieser Zeit noch florale Ornamentmotive vor (z.B. in der Amalienburg in München-Nymphenburg). Das Rokoko und die Rocaille werden aus Frankreich vor allem durch Ornamentstichvorlagen nach Deutschland importiert, das Zentrum solcher Stiche ist Augsburg. Von daher geht sie in das Formenrepertoire vieler süddeutscher DasStukkateure über, bis die Ausstattungskunst des Rokoko im Werk Dominikus Zimmermanns ihren Höhepunkt erreicht: Im Chor der Wieskirche erscheinen "gebaute Rocaillen". Ebenfalls hervorzuheben ist sein Wirken bei der Errichtung und Stuckierung der Wallfahrtskirche Steinhausen (1727-1733) zwischen Bad Schussenried und Biberach an der Riß. Ein herausragendes Werk des Rokoko in Deutschland stellt das Schloss Solitude in Stuttgart dar. Das Schloss wurde über eine völlig geradlinige Straßenverbindung mit der damaligen Hauptresidenz Württembergs, dem Residenzschloss Ludwigsburg verbunden. In Österreich gibt es nur vereinzelte Beispiele für den Rokoko (etwa die Inneneinrichtung von Schönbrunn sowie Schloß Leopoldskron in Salzburg, das dem internationalen Salzburg Seminar gehört) - hier geht der Barock um 1765 fast ohne Zwischenstufen in den Klassizismus über.

Höfisches Leben des Rokoko

Das Rokoko brachte eine vorher nicht gekannte Verfeinerung des gesamten höfischen Lebens mit sich. An die Stelle monumentaler Machtentfaltung und kraftvoller Dynamik des Barock traten nun kultivierte Lebensführung und ein leichtfüßiges, feinsinniges Lebensgefühl, gepaart von vornehm-zarter Sinnlichkeit und galanten Umgangsformen. Den Rahmen bildeten eine heitere leichte Architektur und eine sensible elegante Wohnkultur, angereichert durch liebevoll verspielte Details von tänzerischer Leichtigkeit.

Bedeutende Baumeister


- Joseph Anton Feuchtmayer
- Dominikus Zimmermann
- Francois de Cuvilliés
- Johann Michael Fischer
- Cosmas Damian und Egid Quirin Asam

Maler des Rokoko


- Francois Boucher
- Rosalba Carriera
- Philippe de Champaigne
- Jean-Baptiste-Siméon Chardin
- Antoine Coypel
- François Desportes
- Jean-Honoré Fragonard
- Matthäus Günther
- Jean Jouvenet
- Nicolas Lancret
- Nicolas Largillière
- Sir Peter Lely
- Francois Lemoyne
- Jean Etienne Liotard
- Jean Marc Nattier
- Charles Joseph Natoire
- Jean-Baptiste Pater
- Johann Georg Plazer
- Hyacinthe Rigaud
- Antoine Watteau

Bedeutende Bauwerke


- Schloss Augustusburg, Brühl (Nordrhein-Westfalen)
- Asamkirche, München
- Wieskirche, Gemeinde Steingaden (Bayern)
- ehemalige Klosterkirche, Rott am Inn
- Schloss Solitude, Stuttgart
- zahlreiche Bauwerke an der Oberschwäbischen Barockstraße
- Schloss Wilhelmsthal
- Vierzehnheiligen
- Schloss Leopoldskron, Salzburg
- Rokokosaal des Alten Rathaus in Bamberg

Siehe auch


- Rokokoliteratur
- Kleidermode des Rokoko

Weblinks


- [http://www.onlinereisefuehrer.de/muenchen/asamhausundasamkirche.html Asamkirche] ! Kategorie:Kunststil Kategorie:Stilrichtung in der Malerei Kategorie:Architekturstil ja:ロココ ko:로코코

Joseph Haydn

(Franz) Joseph Haydn (manchmal auch Josef, er benutzte nie Franz) (
- 31. März 1732 in Rohrau in Niederösterreich; † 31. Mai 1809 in Wien) war ein führender Komponist der klassischen Periode. Er war Bruder des Komponisten Michael Haydn und des Tenor-Sängers Johann Evangelist Haydn. Haydn verbrachte den größten Teil seiner Karriere als Hofmusiker und leitete das Orchester und die Oper der wohlhabenden Familie Esterházy auf deren Landsitz, für die er Musik zu komponieren hatte. Die Auswirkung der Abgeschiedenheit von anderen Komponisten und von den Strömungen der Musik beschrieb er mit dem bekannten Zitat: „Ich war von der Welt abgesondert, niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selbst irremachen und quälen, und so musste ich original werden.“

Leben

Jugend

Haydn wurde als Sohn eines Stellmachers (Wagenbauers) in dem Dorf Rohrau/Niederösterreich nahe der damaligen österreichisch-ungarischen Grenze geboren. Zwar konnten beide Eltern keine Noten lesen, aber nach Haydns Erinnerungen wurde in seiner Familie und mit den Nachbarn häufig gesungen. Seine musikalische Begabung wurde entdeckt, als er ein kleines Kind war, und im Alter von sechs Jahren wurde er 1737 zu Verwandten in das nahe Hainburg an der Donau geschickt, um als Chorsänger ausgebildet zu werden. Im Jahr 1740 wurde Haydn von Georg von Reutter, dem musikalischen Direktor des Stephansdoms in Wien, bemerkt, als dieser durch die Provinzen reiste, um talentierte Chorknaben zu finden. Reutter nahm Haydn mit nach Wien, wo er neun Jahre als Chorsänger lebte, davon die letzten vier in Gesellschaft seines jüngeren Bruders Michael. Reutter ließ die Knaben oft hungern und vernachlässigte ihre musikalische Ausbildung, aber Haydn lernte sicherlich sehr viel – wohl allein schon dadurch, dass er in jungen Jahren als professioneller Musiker an einem für die Musik wichtigen Ort war. 1749 war Haydn körperlich so weit gereift, dass er nicht mehr die hohen Stimmen im Chor singen konnte. Unter einem Vorwand wurde er aus seiner Stelle entlassen. Er verbrachte offenbar eine Nacht heimatlos auf einer Parkbank, wurde aber von Freunden aufgenommen und begann eine Karriere als freier Musiker. Im Laufe dieser beschwerlichen Periode, die zehn Jahre dauerte, ging Haydn vielen verschiedenen Tätigkeiten nach, unter anderem als Kammerdiener/Begleiter des italienischen Komponisten Niccola Porpora. Er bemühte sich, die Lücken in seiner Ausbildung zu füllen, und schrieb schließlich seine ersten Streichquartette und seine erste Oper. Während dieser Zeit stieg Haydns professionelles Ansehen allmählich. Seit 1754 gab der junge Haydn der 1744 in Wien geborenen späteren Komponistin Marianna Martines Klavierunterricht. Zu Beginn dieser Ausbildung soll Marianna Martines schon hervorragend gespielt haben. Haydn wohnte im gleichen Haus und erteilte ihr täglich gegen freie Kost Unterricht. 1759 erhielt Haydn seine erste wichtige Stelle als Kapellmeister für den Grafen Karl von Morzin auf Schloss Lukavec bei Pilsen. In dieser Funktion dirigierte er ein kleines Orchester, und für dieses Ensemble schrieb er seine ersten Sinfonien. Graf Morzin litt bald darauf an finanziellen Schwierigkeiten, die ihn zwangen, seine musikalischen Unternehmungen aufzugeben, aber Haydn wurde schnell eine ähnliche Stelle (1761) als zweiter Kapellmeister der Familie Esterházy angeboten, einer der wohlhabendsten und wichtigsten in der Donaumonarchie. Als der alte Kapellmeister Gregor Werner 1766 schließlich starb, wurde Haydn zum ersten Kapellmeister befördert.

Als Kapellmeister bei den Esterházys

Als livrierter (mit einer Livree, d. h. Bedienstetenuniform bekleideter) Diener der Esterházys folgte Haydn der Familie in drei Hauptresidenzen: den Familiensitz in Eisenstadt, ungefähr 50 km von Wien; den Winterpalast in Wien, und Eszterháza, einem großen neuen Schloss, das in den 1760ern im ländlichen Ungarn gebaut wurde. Haydn hatte ein weites Feld an Verantwortlichkeiten, unter anderem Komposition, Leitung des Orchesters, Spielen von Kammermusik für und mit seinem Patron, und schließlich das Arrangieren von Opernproduktionen. Trotz des enormen Arbeitspensums fühlte sich Haydn in seiner Stelle glücklich. Die Esterházy-Fürsten (erst Paul Anton, dann vor allem Nikolaus I.) waren Musikkenner, die seine Arbeit schätzten und ihm das nötige Umfeld für seine künstlerische Entwicklung gaben, darunter der tägliche Zugang zu seinem eigenen kleinen Orchester. Im Jahr 1760, in der Sicherheit seiner Kapellmeister-Position, heiratete Haydn. Er und seine Frau, geboren als Maria Anna Keller, kamen nicht miteinander aus. Sie konnte keine Kinder bekommen, was Haydn sehr bedauerte. Möglicherweise hatte Haydn jedoch eines oder mehrere Kinder mit Luigia Polzelli, einer Sängerin im Esterházy-Unternehmen, mit der er eine längere Affäre hatte. Während der fast dreißig Jahre, die Haydn im Hause Esterházy arbeitete, produzierte er eine Flut an Kompositionen, und sein musikalischer Stil entwickelte sich ständig weiter. Seine Popularität in der Außenwelt vergrößerte sich ebenfalls. Allmählich schrieb Haydn ebenso viel für Veröffentlichungen wie für seinen Arbeitgeber, und einige wichtige Werke dieser Periode, wie die Pariser Sinfonien (1785–1786) und die ursprüngliche Orchesterversion der Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze (1786) wurden aus dem Ausland in Auftrag gegeben. Um 1781 etablierte sich eine enge Freundschaft zwischen Haydn und Mozart, dessen Werk er schon über Jahre hinweg beeinflusst hatte. Die zwei Komponisten genossen es, in Streichquartetten zusammen zu spielen. Haydn war sehr von Mozarts Werk beeindruckt. Es ist augenfällig, dass Haydn zu dieser Zeit großenteils aufhörte, Opern und Konzerte zu schreiben – zwei der Gattungen, in denen Mozart am stärksten war. Mozart dagegen arbeitete hart daran, sechs Streichquartette zu schreiben, die mit dem Niveau mithalten konnten, das Haydn mit seiner kurz davor vollendeten Reihe Op. 33 erreicht hatte; als er damit fertig war, widmete er die Quartette seinem Freund. Haydn gehörte der Freimaurerloge „Zur wahren Eintracht“ an, in die er am 11. Februar 1785 aufgenommen wurde. Mozart konnte aber nicht anwesend sein, da er am gleichen Abend, in Anwesenheit seines Vaters Leopold, ein Subskriptionskonzert in der „Mehlrgrube“ gab. Durch die Logenzugehörigkeit der beiden Männer vertiefte sich noch ihre Freundschaft.

Selbstständigkeit

1790 starb Fürst Nikolaus; sein Nachfolger war völlig unmusikalisch und entließ das ganze musikalische Unternehmen und schickte Haydn in Pension. Der akzeptierte darauf ein lukratives Angebot des deutschen Impresarios Johann Peter Salomon, nach England zu gehen und seine neuen Sinfonien mit einem großen Orchester aufzuführen. Die Reisen (1791–1792, und nochmals 1794–1795) waren ein großer Erfolg. Das Publikum stürmte in Haydns Konzerte, und er erwarb schnell Ruhm und Vermögen. Musikalisch schafften die Besuche in England einige von Haydns am besten bekannten Werken, darunter die Sinfonie mit dem Paukenschlag, die Militärsinfonie, die Londoner Sinfonie, das Reiterquartett und das Zigeunertrio. Haydn überlegte eigentlich, englischer Bürger zu werden und sich dauerhaft niederzulassen, die Dinge nahmen aber einen anderen Verlauf. Er kehrte nach Wien zurück, ließ ein großes Haus für sich bauen und wendete sich der Komposition von großen geistlichen Werken für Chor und Orchester zu. Unter anderem entstanden die zwei großen Oratorien Die Schöpfung und Die Jahreszeiten sowie sechs Messen für die Esterházy-Familie, die zu dieser Zeit wieder von einem musikalisch geneigten Prinz geführt wurde. Haydn komponierte auch die letzten neun einer langen Reihe von Streichquartetten, unter anderem das Kaiserquartett, das Quintenquartett und das Quartett Der Sonnenaufgang. Trotz seines fortschreitenden Alters schaute Haydn in die Zukunft; in einem Brief rief er aus „Wieviel bleibt noch zu tun in dieser herrlichen Kunst!“ Im Jahre 1802 spürte Haydn, dass eine Krankheit, an der er schon seit einiger Zeit gelitten hatte, sich so weit verschlimmert hatte, dass er körperlich nicht mehr in der Lage war zu komponieren. Dies war zweifellos sehr schwierig für ihn, da – wie er eingestand – der Strom an frischen musikalischen Ideen, die auf Ausarbeitung warteten, nicht aufhörte. Haydn wurde von seinen Dienern gut gepflegt und empfing viele Besuche und öffentliche Ehren während dieser letzten Jahre, aber es können keine sehr glücklichen Jahre für ihn gewesen sein. Während seiner Krankheit fand er oft am Klavier Trost beim Spielen der österreichischen Kaiserhymne, die er als patriotische Geste 1797 komponiert hatte. Haydn verschied 1809 nach einem Angriff der französischen Armee unter Napoleon auf Wien. Zu seinen letzten Worten gehörte der Versuch, die Diener zu beruhigen, als in der Nachbarschaft Kanonenschüsse fielen. Nach seinem Tod wurde Joseph Haydn auf dem Hundsturmer Friedhof (heute Haydn-Park in Wien – Meidling) beigesetzt, wo er von der Familie Esterhazy nicht mehr beachtet wurde. Erst die Bewunderung durch den Herzog von Cambridge erinnerte Fürst Nikolaus II. wieder an den Bediensteten und sein Genie und so wurde Joseph Haydn 1820 exhumiert und nach Eisenstadt in die Haydnkirche (Bergkirche) überführt. Als bei diesen Arbeiten der Sarg geöffnet wurde, wurde das Fehlen des Schädels des Komponisten festgestellt. Nachforschungen ergaben, dass der Sekretär des Fürsten Esterhazy – Joseph Carl Rosenbaum – auf Grund seiner Anhängerschaft der Schädellehre von Franz Joseph Gall den Totengräber, einen Gefängnisverwalter sowie zwei Wiener Beamte bestochen hatte, acht Tage nach der Beisetzung heimlich noch einmal das Grab zu öffnen und den Schädel zu stehlen. Allen Untersuchungen zum Trotz konnte das Versteck des gestohlenen Schädels nicht ermittelt werden und so wurde der Leichnam ohne Schädel nach Eisenstadt überführt und dort beigesetzt. Später übergab der Gefängnisverwalter Johann Peter der Polizei einen Schädel, den er als jenen Haydns ausgab. In aller Stille wurde dieser an seinen Platz gelegt, doch dieser sollte sich als falsch herausstellen. Der echte Schädel befand sich nach wie vor im Besitz des Sekretärs Joseph Carl Rosenbaum und dieser „vererbte“ ihn auf dem Totenbett seinem Freund Peter mit dem Auftrag, die Reliquie dem Musikkonservatorium zu vermachen. Doch weder dieser noch seine Witwe getrauten sich, dieses zu tun und so wanderte der Schädel noch durch etliche Hände, bis er 1895 in den Besitz der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien gelangte, in deren Museum er sich bis 1953 befand. Nachdem schon einmal eine Rückgabe des Schädels in letzter Minute gescheitert war, konnte im Jahr 1954 nach einem Festzug von Wien nach Eisenstadt der Schädel mit dem Rest der Gebeine vereint werden. Der Bildhauer Gustinus Ambrosi durfte das Cranium in den Sarkophag legen und damit endlich nach 145 Jahren die Totenruhe von Joseph Haydn herstellen.

Charakter und Erscheinung

Haydn war unter seinen Zeitgenossen bekannt für seine liebenswürdige und optimistische Persönlichkeit. Er hatte einen kräftigen Sinn für Humor, der in seiner Liebe zu praktischen Witzen hervortrat und oft in seiner Musik sichtbar wird. Er wurde besonders von den ihm unterstehenden Hofmusikern der Esterházys geschätzt, da er eine herzliche Arbeitsatmosphäre pflegte und die Interessen der Musiker wirksam gegenüber ihrem Arbeitgeber vertrat. Haydn war frommer Katholik, der oft seinen Rosenkranz zur Hand nahm, wenn er bei einer Komposition festgefahren war, eine Gewohnheit, die er üblicherweise hilfreich fand. Wenn er eine Komposition beendet hatte, pflegte er „Laus deo“ (Ehre sei Gott) oder eine ähnliche Wendung an das Ende des Manuskripts zu schreiben. Seine liebsten Hobbys waren die Jagd und das Angeln. Haydn war von kleiner Statur, vielleicht eine Folge davon, dass er während des größten Teils seiner Jugend unterernährt war. Wie viele in seiner Zeit hatte er die Pocken überlebt, und sein Gesicht war von den Narben dieser Krankheit übersät. Er war nicht gut aussehend und war ziemlich überrascht, als die Frauen ihn während seines London-Besuchs umschwärmten. Die verschiedenen Portraitmaler, die Haydn während seiner Lebenszeit zeichneten oder malten, versuchten auf verschiedene Weise seine attraktive Persönlichkeit statt seines hässlichen Gesichts zum Ausdruck zu bringen; deshalb gleichen sich keine zwei der überlieferten Portraits.

Leistungen

Haydn wird traditionell als „Vater“ der klassischen Sinfonie und des Streichquartetts betrachtet und war Neuerer beim Schreiben von Klaviersonaten und Klaviertrios. Wenngleich andere Komponisten der Frühklassik, wie Carl Philipp Emanuel Bach bei der Klaviersonate und Johann Christian Bach und Leopold Mozart bei der Sinfonie, eine wichtige Rolle spielten, wird Haydns Einfluss doch als vorherrschend eingeschätzt. Daneben trug Haydn auch zur Entwicklung der Sonatenform aus einem starren Formschema in eine subtile und flexible musikalische Ausdrucksform bei. Er erfand auch die Sonatenrondoform, die Variationsform mit zwei Themen, und er war der Erste, der Fuge und kontrapunktische Elemente in die klassische Form einbrachte.

Struktur der Musik

Ein zentrales Charakteristikum von Haydns Musik ist die Entwicklung von größeren Strukturen aus sehr kleinen und einfachen musikalischen Motiven heraus. Die Musik ist oft recht formal konzentriert, und die wichtigen musikalischen Ereignisse eines Satzes können sich rasch entfalten. Das organisatorische Prinzip vieler seiner Werke ist die Sonatenhauptsatzform, deren wesentliche Elemente – wie sie bei Haydn erscheinen – die folgenden sind:
- Exposition: Präsentation des anfänglichen musikalischen Materials, gefolgt von einer Modulation in die Dominante (die eine Steigerung der musikalischen Spannung bewirkt), und mit einer Kadenz eine Auflösung in die Dominante. Ein besonderes Merkmal von Haydns Expositionen (anders als bei den Expositionen Mozarts und Beethovens) ist, dass er häufig kein kontrastierendes „zweites Thema“ beim Auftauchen der Dominante benutzt; stattdessen wiederholt er das eröffnende Thema oder eine Variante davon.
- Durchführung: Das musikalische Material wird umgestellt, transformiert und oft fragmentiert, während durch eine Reihe von entfernteren Tonarten moduliert wird. Oft wird ein Höhepunkt erreicht, gewöhnlich in der Mollparallele.
- Reprise: Das Material der Exposition wird erneut präsentiert, diesmal zum Großteil in der Tonika bleibend. Üblicherweise enthält die Reprise eine „sekundäre Entwicklung“, die sich an der Stelle ereignet, wo die Exposition in die Dominante moduliert ist; diese sekundäre Entwicklung erkundet gewöhnlich die Subdominante. Im Gegensatz zu Mozart und Beethoven stellt Haydn oft die Themen der Reprise in eine andere Reihenfolge um. Haydns kompositorische Praxis beeinflusste sowohl Mozart als auch Beethoven. Beethoven begann seine Karriere mit dem Schreiben von ziemlich weitschweifigen, locker organisierten Sonatenexpositionen; aber mit dem Einsetzen seiner „mittleren Periode“ griff er Haydns Praxis auf und steigerte sie, indem er sehr hoch organisierte musikalische Strukturen aus extrem einfachen Basismotiven entwickelte. Vielleicht mehr als jeder andere Komponist ist Haydn bekannt für die Scherze, die er in seine Musik steckte. Das berühmteste Beispiel ist der plötzliche laute Akkord in der Sinfonie Nr. 94 „mit dem Paukenschlag“, aber andere sind vielleicht lustiger: die vorgetäuschten Enden in den Quartetten Op. 33 Nr. 2 und Op. 50 Nr. 3 oder die bemerkenswerte rhythmische Illusion, die er in dem Trio Op. 50 Nr. 1 platzierte.

Entwicklung von Haydns Stil

Haydns frühe Werke datieren aus der Periode, in der der kompositorische Stil des Hochbarocks (wie er in Bachs und Händels Musik zum Ausdruck kommt) aus der Mode gekommen war, aber Komponisten noch nicht auf Wege gestoßen waren, in dem neu aufkommenden Idiom Werke von ähnlichem Gewicht zu schreiben. Es war eine Periode der Erforschung und Unsicherheit, und Haydn (18 Jahre vor dem Tod Bachs geboren) war selbst einer der musikalischen Erforscher jener Zeit. Ein älterer Zeitgenosse, dessen Werk Haydn als wichtigen Einfluss für sein Werk anerkannte, war Carl Philipp Emanuel Bach, der zweite Sohn von Johann Sebastian. Wenn man Haydns Werk über die fünf Dekaden (ungefähr 1749 bis 1802) nachfolgt, in denen es geschaffen wurde, findet man eine allmählich, aber stetig zunehmende Komplexität und musikalische Verfeinerung, die sich so entwickelte, wie Haydn aus seiner eigenen Erfahrung und der seiner Kollegen lernte. Man kann einige wichtige Meilensteine in der Evolution von Haydns musikalischem Stil ausmachen. In den späten 1760ern und frühen 1770ern trat Haydn in eine Periode ein, die man „Sturm und Drang“ nennt, voll von zackigen Akkorden, plötzlichen Übergängen und seltsamen Moll-Harmonien. Die meisten Sinfonien mit Nummern zwischen 35 und ungefähr 55 sind von dieser Art. Um diese Zeit herum entdeckte Haydn das Werk von Johann Sebastian Bach und experimentierte mit dem Schreiben von Fugen, auffallend in den Finalsätzen der sechs Streichquartette (Sonnenquartette) Op. 20 (1772). Im Jahr 1781 veröffentlichte Haydn sechs Streichquartette Op. 33, mit einer Ankündigung an die potentiellen Käufer, dass sie „auf eine ganz neue, besondere Art“ geschrieben seien. Charles Rosen hat erörtert, dass diese Erklärung von Seiten Haydns nicht nur Marketing, sondern ganz ernst gemeint sei; er weist auf eine Zahl von wichtigen Fortschritten in Haydns Stil hin, die in diesen Quartetten erscheinen. Unter anderem sind dies die fließende Art der Phrasierung, in der jedes Motiv aus dem vorhergehenden ohne Unterbrechung hervorgeht; der Brauch, begleitendes Material sich in melodisches Material entwickeln zu lassen, und die Art des „klassischen Kontrapunkts“, in dem jeder Instrumentenpart seine eigene Integrität bewahrt. Diese Merkmale setzen sich fort in den vielen Quartetten, die Haydn nach Op. 33 schrieb. In den 1790ern entwickelte Haydn, stimuliert durch seine England-Reisen, was Rosen seinen „populären Stil“ nennt, eine Weise der Komposition, die mit beispiellosem Erfolg Musik hervorbrachte, die großen populären Reiz innehatte und dennoch eine gelehrte und rigorose musikalische Struktur besaß. Ein wichtiges Element des populären Stils war der häufige Gebrauch von österreichischem oder kroatischem folkloristischem (oder erfundenem pseudo-folkloristischem) Material. Haydn bemühte sich, solches Material an geeigneten Stellen einzusetzen, so an den Enden von Sonatenexpositionen oder als Eröffnungsthemen von Finalsätzen. An solchen Stellen dient das folkloristische Material als ein Element der Stabilität, das die größere Struktur zu verankern hilft. Joseph Haydns populären Stil kann man in nahezu allen späteren Werken hören, zum Beispiel in den zwölf Londoner Sinfonien, den späten Quartetten und Klaviertrios und in den beiden späten Oratorien.

Schüler


- Marianne von Auenbrugger
- Ludwig van Beethoven
- Johann Georg Distler
- Peter Hänsel
- Ignaz Pleyel

Werke


- Oratorien Die Schöpfung (Hob. XXI:2) und Die Jahreszeiten (Hob. XXI:3)
- Messen, darunter die Missa in tempore belli, Nelsonmesse, Schöpfungsmesse, Harmoniemesse
- 108 Sinfonien, teilweise mit programmatischen Titeln wie „Die Uhr“, „mit dem Paukenschlag“, „Der Abschied“ etc. (siehe auch: Liste der Sinfonien Joseph Haydns)
- Kammermusik, darunter 83 Streichquartette. Siehe hierzu Kammermusik (Haydn)
- Klaviersonaten und andere Klavierwerke
- 24 Opern Eine vollständige Auflistung der Werke Joseph Haydns wurde durch Anthony van Hoboken erstellt und ist als Hoboken-Verzeichnis bekannt.

Literatur


- G. A. Griesinger, Biographische Notizen über Joseph Haydn, 1810
- A. C. Dies, Biographische Nachrichten von Joseph Haydn, 1810
- C. F. Pohl, Joseph Haydn, 3 Bände, 1875-1927 (Band 3 von H. Botstiber)
- Briefe und Lebensdokumente von Haydn, herausgegeben von W. Reich, 1946
- Heinrich Eduard Jacob, Joseph Haydn. His Art, Times, and Glory, New York 1950
- Heinrich Eduard Jacob, Joseph Haydn. Seine Kunst, seine Zeit, sein Ruhm, Hamburg 1952. Letzte Neuauflage: Hamburg: Rowohlt 1977, ISBN 3-499-14142-6
- H. C. R. Landon (Hg.), The Collected Correspondence and London Notebooks of Joseph Haydn, 1959
- D. Bartha und L. Somfai, Haydn als Opernkapellmeister, 1960
- D. Bartha, Joseph Haydn, Gesammelte Briefe und Aufzeichnungen, 1965
- Joseph Haydn in seiner Zeit, Ausstellungskatalog, Eisenstadt 1982
- Jens Peter Larsen und Georg Feder, Haydn, 1994
- Harald Haslmayr, Joseph Haydn. Sein Werk - sein Leben, 1999
- L. Finscher, Joseph Haydn und seine Zeit, 2000, ISBN 3-890-07534-7
- Hansjürgen Schaefer, Joseph Haydn - Leben und Werk, 2000, ISBN 3-932529-65-0

Weblinks


-
-
- http://www.haydn-zentrum.at
- http://www.haydn-institut.de (Kritische Gesamtausgabe) Haydn, Joseph Haydn, Joseph Haydn, Joseph Haydn, Joseph Haydn, Joseph ja:フランツ・ヨーゼフ・ハイドン ko:요제프 하이든 th:โยเซฟ เฮย์เด้น

Nikolaus I. Joseph Fürst Esterházy

Fürst Nikolaus I. Joseph Esterházy ungarisch Esterházy Miklós József (
- 18. Dezember 1714 in Wien; † 28. September 1790 in Wien), genannt der „Prachtliebende“, war der fünfte Fürst aus dem Hause Esterházy und wohl einer der schillerndsten Persönlichkeiten dieser Familie.

Leben und Funktion

Nikolaus I. war der Bruder von Paul II. Anton Fürst Esterházy und übernahm nach dessen Tod im Jahre 1762 den Fürstentitel. Da Nikolaus der jüngere Sohn von Joseph Fürst Esterházy gewesen war, war er damit gleichzeitig auch von der direkten Nachfolge ausgeschlossen. Nikolaus entschied sich daher für eine militärische Laufbahn. Es wurde erst still um ihn, als er zum Feldmarschall befördert wurde und sich der Tod seines Bruders abzeichnete, der auch keinen männlichen Nachkommen vorweisen konnte. Im Jahre 1764 wurde er zum Hauptmann der ungarischen Leibgarde und fungierte deshalb als sogenannter Krönungsbotschafter für Joseph II. in Frankfurt am Main, als dieser zum römisch-deutschen König gewählt worden war. Nikolaus I. hatte schon immer ein Talent dafür Festivitäten zu organisieren, was er unter anderem beweiste, als er großartige Feste für Joseph II. veranstaltete, die nur dessen Huldigung als Thema hatten. Johann Wolfgang von Goethe nahm sich dies zum Anlass, um solche Feste in ein "Esterházysches Feenreich" zu definieren. Im Jahre 1765 erhielt er dann auch, genau wie sein Bruder, Einzug in den Orden des Goldenen Vlies. Als 1778 der Bayerische Erbfolgekrieg ausbrach, unterstützte der Fürst den Kaiser mit seinen militärischen Erfahrungswerten. Ganze 1200 Soldaten rekrutierte Fürst Nikolaus aus seinen Besitzungen in Österreich und Ungarn, um sie dem Kaiser als Unterstützung bereit zu stellen. Am Ende besiegelte der Vertrag von Teschen die Gebietsansprüche Habsburgs in Bayern, obwohl ihnen schon Eindrittel des ganzen Kurfürstentums zugefallen war, da Karl Theodor, Nachfolger des kinderlosen Kurfürsten Maximilian IV. Joseph, nach allgemeiner, vor allem aber nach österreichischer Akkzeptanz strebte. Preußen befürchtete ein Kräfteübergewicht Österreichs und rekrutierte Sachsen und den Herzog Karl von Zweibrücken, nächster in der bayerischen Thronfolge, um Bayern von Österreich zu befreien. Am Ende sah es wie gesagt so aus, dass Österreich die Gebiete abgeben musste und das wieder einmal nur die anderen gewonnen hatten. Da es kein grausamer Krieg war, kehrten die Meisten der 1200 esterazyschen Soldaten wieder heil und munter zurück. Seine Leistung, die des Fürsten Esterházy, wurde aber dennoch belohnt, 1783 erweiterte der Kaiser die Fürstenwürde auf alle männlichen Nachkommen des regierenden Fürsten, was eine große Ehre war und der Familie viel Prestige brachte. Im Jahre 1790 verstarb Fürst Nikolaus I. Joseph in Wien.

Mäzen und Höfling

Fürst Nikolaus I. war schon immer ein sehr verschwenderischer Fürst gewesen, daher rührt auch der Beiname der "Prachtliebende". So ließ er unter anderem das Jagdschloss Süttör zu einer prachtvollen Sommerresidenz mit dem Namen Eszterháza umbauen. Berühmteste Besucherin war Kaiserin Maria Theresia, die hier während eines Sommers verweilte. Viele Feste veranstaltete er ihr zu Ehren und wie wir wissen, war Nikolaus Joseph Esterházy ein hervorragender Organisator. Neben glanzvollen Festen gab es auch eine Schlittenfahrt auf mit Salz bestreuten Wegen. So erhielt die Residenz schnell den Ruf als "ungarisches Versailles". Joseph Haydn machte er zum obersten Kapellmeister an seinem Hofe. Durch Nikolaus wurde Haydn auch weit über die esterházyschen Gebiete hinaus berühmt. Esterházy, Nikolaus I. Joseph Fürst Esterházy, Nikolaus I. Joseph Fürst Nikolaus I. Esterházy, Nikolaus I. Joseph Fürst Esterházy, Nikolaus I. Joseph Fürst ja:ニコラウス・ヨーゼフ・エステルハージ

Kategorie:Historisches Musikinstrument

Kategorie:Musikinstrument

796

----

Догађаји


- Владавина династије Абасида у Багдаду.

Рођења


-

Смрти


-

Дани сећања


-

Литература


- ---- Види такође: године - дани
Категорија:790-е ko:796년

pisanie prac praca za granic pozycjonowanie stron tani sylwester Casino










































:: RELATED NEWS ::
ARENE
Organisme associé du Conseil régional d'Île-de-France, l'ARENE a pour mission de renforcer la mobilisation des acteurs dans les domaines de l'environnement, des énergies renouvelables et des économies d'énergie. Elle leur fournit les outils et les références, comme par exemple un appui à la mise en œuvre de l' Catégorie:Oiseau (noms vernaculaires) Catégorie:Anseriformes L'arlequin plongeur (Histrionicus histrionicus) est un canard plongeur de la famille des Anatidés. Histrionicus histrionicus est la seule espèce du Catégorie:Ville de Wallonie right right Neufchâteau est une ville de Wallonie, chef-lieu d'arrondissement, dans la province du Luxembourg belge.
- Code postal : 6840 Au 1er Australie où il niche en colonie très dense. Il peut être rencontré sur certains plans d'eau, dans des parcs en Europe.

Référence


- [http://www.itis.usda.gov/servlet/SingleRpt/SingleRpt?search_topic=TSN&search_value=553906 ITIS 553906]