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Vancouver (Insel)
Vancouver Island, früher auch Quadra, ist eine nach dem Seefahrer George Vancouver benannte Insel an der Westküste Kanadas. Sie gehört zur Provinz Britisch-Kolumbien. Vancouver Island beherbergt noch große zusammenhängende Stücke gemäßigten Küstenregenwaldes (vor allem am Clayoquot Sound), die jedoch von der Holzindustrie bedroht sind. Dort leben auch noch Schwarzbären, Pumas und Wölfe. Die Provinzhauptstadt Victoria liegt ebenfalls auf der Insel.
Die indigenen Einwohner Vancouver Islands sind unter anderem die Haida.
- Größe: 454 km lang, 100 km breit
- Fläche: 32.134 km²
- Geographische Koordinaten: 49° 57 min N, 125° 16min W
- Einwohner: ca. 750.000
Energieversorgung
Zwischen Vancouver Island und dem kanadischen Festland sind mehrere Hochspannungs-Seekabel verlegt, u.a. zwei für Gleichstrom (HGÜ Vancouver-Island)
Bekannte Geschichte
- 1774 - spanische Seefahrer erreichen Vancouver Island
- 1792 - George Vancouver umfährt die Insel
- 1790 treten die Spanier und 1846 die USA ihre Ansprüche auf die Insel an Großbritannien ab
- 1849-1858 - die Insel gehört zur Hudson Bay Company
- 1866 - zu Britisch Kolumbien
Kategorie:Insel (Kanada)
Kategorie:Britisch-Kolumbien
Weblinks
- [http://www.hickerphoto.com/vancouver-island-pictures-cat.htm Vancouver Island Fotos]
ja:バンクーバー島
George Vancouver
George Vancouver ( - 22. Juni 1757 in King's Lynn, Norfolk; † 10. Mai 1798 in Richmond upon Thames, Surrey) war Offizier der Royal Navy und Entdecker.
Bekannt wurde er für die Erforschung der Pazifikküste Nordamerikas von San Francisco bis Britisch-Kolumbien.
Bereits im Alter von 13 Jahren trat er der Royal Navy bei und begleite James Cook auf seiner zweiten und dritten Reise. Später übernahm er das Kommando über eine Expedition zur Erforschung der Nordwestküste Nordamerikas.
Am 1. April 1791 brach er von England aus auf, segelte vom Kap der guten Hoffnung nach Australien und über Tahiti und Hawaii weiter zur Westküste Nordamerikas. Am 17. April 1792 erreichte er Amerika und begann mit der Vermessung der Küste.
Er folgte der Küste von Oregon und Washington nordwärts bis zur Juan-de-Fuca-Meerenge. Er wollte jede Bucht der Gegend erforschen, teilweise mußte er Boote einsetzen wegen des flachen Wassers. Gemeinsam mit einer spanischen Expedition erforschte er Puget Sound, im August lief er Nootka auf Vancouver Island an um mit den Spaniern über die Übername ihrer Ansprüche auf Nootka Sound zu verhandeln. Nachdem keine Übereinkunft mit dem spanischen Kommandanten Bodega y Quadra erreicht wurde fuhr er weiter nach Kalifornien und nutzte den Winter um die Sandwich-Inseln (heute Hawaii) zu erforschen.
Das nächste Jahr segelte er wieder nach Britisch-Kolumbien, um die Erforschung weiter nach Norden fortzusetzen. Nachdem er die Region erreichte, die bereits James Cook erforscht hatte, kehrte er um und segelte wieder nach Kalifornien, um die Verhandlungen um Nootha Sound fortzusetzen. Als er den spanischen Kommandanten nicht antraf, verbrachte er den Winter wieder auf den Sandwich-Inseln.
1794 segelte er von Cooks Inlet am Golf von Alaska südwärts, vorbei an der heutigen Glacier Bay, bis nach Baranof Island, von wo er wieder nach England aufbrach. Er wählte den Weg um Kap Horn und schloß damit seine Weltumrundung ab.
Er erreichte England am 20. Oktober 1794, seine Reise zeigte, dass die vermutete Passage von der Hudson Bay zum Pazifischen Ozean (Nordwestpassage) nicht existiert.
1798 erschien sein Reisebericht mit Karten in drei Bänden.
Orte, die nach ihm benannt sind
- Vancouver in Britisch-Kolumbien (Kanada)
- Vancouver in Washington (Vereinigte Staaten von Amerika)
- Vancouver Island, die größte Insel Nordamerikas in Britisch-Kolumbien (Kanada)
Siehe auch:
- Pazifischer Nordwesten (Amerika)
Vancouver,George
Vancouver,George
Vancouver,George
Vancouver,George
Vancouver,George
Vancouver,George
Vancouver,George
Britisch-Kolumbien
Britisch-Kolumbien (englisch British Columbia, französisch Colombie-Britannique, Abkürzung BC) ist die westlichste kanadische Provinz. Sie ist nach dem Fluss Columbia benannt und kam 1848 im Zuge des Oregon-Kompromisses, bei dem die Grenze zwischen den USA und dem damaligen Britisch-Nordamerika festgelegt wurde, endgültig zu Großbritannien. Es heißt, Königin Victoria habe den Namen persönlich ausgewählt.
Die Provinz grenzt im Westen an den Pazifischen Ozean, im Norden an Alaska (USA) und das Yukon-Territorium, im Osten an Alberta und im Süden an die USA. Der Kanadischen Föderation trat Britisch-Kolumbien am 20. Juli 1871 bei.
Britisch-Kolumbien verfügt über eine Gesamtfläche von 948.596 km² und hat ca. 4,2 Millionen Einwohner (Stand 1. Juli 2004). Etwa 165.000 Menschen sind indigener Herkunft. Jährlich wächst die Bevölkerung um etwa 40.000 Menschen durch Zuwanderung vor allem aus Asien und anderen Teilen Kanadas.
Die Hauptstadt Britisch-Kolumbiens ist Victoria auf Vancouver Island, die größte Stadt ist Vancouver im Südwesten der Provinz.
Größte Städte
¹ inklusive District Municipality
Siehe auch
- Liste der Gemeinden in Britisch-Kolumbien
Weblinks
- [http://www.gov.bc.ca Regierung von Britisch-Kolumbien (englisch)]
- [http://www.hickerphoto.com/british-columbia-pictures-cat.htm Fotos aus Britisch Kolumbien / Pictures of British Columbia]
Kategorie:Kanadische Provinzen und Territorien
ja:ブリティッシュコロンビア州
ko:브리티시컬럼비아 주
simple:British Columbia
zh-min-nan:British Columbia
Gemäßigter Regenwald
Der Regenwald der gemäßigten Breiten ist ein Wald-Ökosystem, das sich durch einen besonderen Wasserhaushalt auszeichnet. Die Abgrenzung zum tropischen Regenwald ist durch seine Lage in gemäßigten Klimazonen gegeben.
Definition
Klimazonen
Als Regenwald gelten Wälder, die im langjährigen Mittel mehr als 2000 mm Niederschlag im Jahr erfahren. Diese Niederschlagsmengen werden in den gemäßigten Breiten nur an den Hängen von Küstengebirgen erreicht. Hier führen landeinwärts gerichtete Seewinde feuchtigkeitsgesättigte Luftmassen gegen das Gebirge und zwingen diese zum Aufstieg, was einen Steigungsregen nach sich zieht.
Das maritime Klima dämpft die jahreszeitlichen Klimaschwankungen im gemäßigten Regenwald, so dass die Winter milder und die Sommer kühler sind als im Landesinneren unter Einfluss des kontinentalen Klimas. Auch im Sommer tritt oft Nebel auf, der den Wald zusätzlich feucht hält.
Nährstoffkreislauf
Das milde Klima und die ganzjährig hohe Feuchtigkeit ermöglichen eine hohe Geschwindigkeit biologischer Abbauprozesse. Abgestorbene Bäume und anderes Totholz, abgeworfenes Laub und alles andere abgestorbene biologische Material werden in kurzer Zeit abgebaut und die Nährstoffe von Pflanzen wieder aufgenommen. Die Böden sind daher in der Regel eher nährstoffarm.
Vorkommen
Gemäßigte Regenwälder können an den Küsten aller Kontinente in den gemäßigten Breiten entstehen.
Größere und landschaftsprägende Bestände gibt es in:
- Nord-Amerika: Am bekanntesten ist der temperate rainforest an der nordamerikanischen Pazifikküste zwischen Nord-Kalifornien, USA und Britisch-Kolumbien, Kanada. Hier dominieren die Nadelbäume, vorwiegend Fichten und der Küstenmammutbaum, die höchste Baumart der Erde.
- Südamerika: gemäßigte Regenwälder stehen vorwiegend an der chilenischen Pazifikküste - valdivianischer Regenwald. Er besteht vorwiegend aus Zypressengewächsen (Chilezeder, Patagonische Zypresse) und Scheinbuchen.
- Südaustralien : Es überwiegt der Eukalyptus und Monimiengewächse.
- Neuseeland : Die gemässigten Regenwälder werden von Scheinbuchen und Steineibengewächsen dominiert. Typisch sind Baumfarne im Unterwuchs
- Nordanatolien und Georgien: In der Kolchis-Region wird der Küstenwald durch Baumarten aus den Familien der Walnussgewächse und der Ulmen geprägt.
Kleine Wälder oder Reste an besonderen Standorten finden sich in:
Iberische Halbinsel: Reste haben sich nur noch in Schluchten erhalten, Südafrika (Ostküste), Brasilien (auf Hochebenen); Ostasien: Im Süden Koreas und Chinas gehen gemäßigte Regenwälder teilweise in tropische Regenwälder über, im Süden Japans finden sich noch Restbestände ursprünglich ausgeprägter gemäßigter Regenwälder.
Ökologische Bedeutung und Bedrohung
Der gemäßigte Regenwald ist das artenreichste Ökosystem in der gemäßigten Klimazone. Die hohe Biodiversität zeigt sich in der Tierwelt besonders bei Insekten und Spinnentieren sowohl in der Kronenschicht wie in den oberen Bodenschichten. Die Vielfalt der Pflanzenarten ist in den verschiedenen Großregionen unterschiedlich.
Soweit es noch großflächig zusammenhängende, durch menschliche Einflüsse weitgehend ungestörte Waldgebiete gibt, sind diese oft auch Rückzugsraum für anderswo verdrängte Arten.
In verschiedenen Regionen gibt es speziell an den Lebensraum gemäßigter Regenwald angepasste Arten. Ein bekanntes Beispiel ist der nordamerikanische Fleckenkauz (engl. Spotted Owl), Strix occidentalis, der von Naturschützern in den 1990er Jahren zum Symbol des Kampfes um den Schutz der letzten großflächigen Gebiete des temperate rainforest an der Nord-West-Küste gemacht wurde.
Der gemäßigte Regenwald ist in vielen Gebieten durch die Forstwirtschaft bedroht. In den großflächigen Urwäldern stehen oft besonders große Exemplare gefragter und damit wertvoller Baumarten.
Insbesondere in Nordamerika ist die übliche Nutzungsform der Kahlschlag, der das gesamte Ökosystem vollständig zerstört. Selbst wenn die Wieder-Aufforstung vorschriftsmäßig durchgeführt wird und erfolgreich ist, ist auf den nährstoffarmen Böden auch nur eine wenig wirtschaftliche Nutzung möglich. Trotz der höheren Kosten geht man deshalb vielfach zur Entnahme einzelner Stämme (oft unter Einsatz von Hubschraubern) über, durch die der Gesamtbestand möglichst geschont wird.
Mitte der 1990er Jahre wurden im Nordwesten des nordamerikanischen Kontinents große Vorkommen des gemäßigten Regenwaldes unter Naturschutz gestellt. Für andere wurden Nutzungseinschränkungen eingeführt, aber es bleiben auch weiterhin Gebiete für die Nutzung per Kahlschlag offen.
Siehe auch
Clayoquot Sound, Olympic-Nationalpark, Redwood-Nationalpark
Weblinks
[http://www.uni-graz.at/~hafell/Ecosystems.htm Uni Graz - Liste der Großökosysteme in den einzelnen Klimazonen: sZBV(w) und sZBV(s)]
Kategorie:Ökosystem
Kategorie:Wald
Kategorie:Klimazonen und Vegetation
Puma
Der Puma (Puma concolor) ist eine große Katze Nord- und Südamerikas. In seiner Heimat ist er unter zahlreichen Namen bekannt; für viele davon gibt es auch im Deutschen eine Entsprechung: Silberlöwe, Berglöwe oder Kuguar (von engl. cougar, frz. couguar). Gelegentlich wird er in den USA auch einfach als "Panther" bezeichnet; ein Name, der außerhalb der USA für verschiedene große Katzen verwendet wird.
Merkmale
Zwar ist der Puma mit den eigentlichen Großkatzen (Löwe, Tiger etc.) nicht näher verwandt und wird taxonomisch den Kleinkatzen zugeordnet, doch ist er eine der größten Katzen: Seine Kopfrumpflänge beträgt im Schnitt 130 cm (Männchen) beziehungsweise 110 cm (Weibchen), hinzu kommen zwischen 66 cm und 78 cm Schwanz. Männchen können 100 kg und mehr wiegen, Weibchen in der Regel nicht mehr als 50 kg. Das Fell ist kurz, dicht und in der Farbe sehr variabel. Am häufigsten sind gelbliche oder silbergraue Pumas; das Kinn und die Brust sind bei diesen immer weißlich. Selten kommen auch ganz schwarze Pumas vor (Melanismus). Neugeborene Pumas sind beigefarben und kräftig gefleckt; die Fleckenzeichnung verblasst noch während des ersten Lebensjahrs. Nur die Schwanzspitze bleibt auch beim ausgewachsenen Puma schwarz. Die Tiere geben zahlreiche Laute von sich, anders aber als die Großkatzen keine Brülllaute. Nordamerikanische Forscher wie Truman Everts beschreiben den Schrei des Puma als menschenähnlich.
Pumas erreichen in der Wildnis ein Alter von achtzehn bis zwanzig Jahren..
Verbreitung
Truman Everts
Pumas waren früher über ganz Nord- und Südamerika verbreitet. Kein anderes Säugetier des amerikanischen Doppelkontinents hatte eine ähnlich weite Verbreitung; sie reichte vom Süden Kanadas über Mittelamerika bis ins südliche Patagonien. Heute ist der Bestand stark ausgedünnt und auf von Menschen schwach besiedelte Gebiete reduziert. In den USA überlebten Pumas die Ausrottungswellen nur in den Rocky Mountains, in den Wüsten und Halbwüsten des Südwestens und in den Everglades-Sümpfen Floridas. Durch Schutzmaßnahmen hat sich das Verbreitungsgebiet wieder ausgedehnt, und in manchen Regionen des US-amerikanischen Westens scheuen Pumas auch die Nähe von Städten nicht mehr.
Pumas sind in nahezu allen Habitaten zu finden; die Prärie, boreale, gemäßigte und tropische Wälder, Halbwüsten und Hochgebirge gehören allesamt zu den Lebensräumen dieser Katze.
Lebensweise
Ernährung
Pumas erbeuten Säugetiere nahezu aller Größen. In Nordamerika zählen Elche, Hirsche und Rentiere zu den Beutetieren des Pumas, aber auch Mäuse, Ratten, Erdhörnchen, Skunks, Waschbären, Biber und Opossums sowie Schafe und junge Rinder. Auch andere Raubtiere wie Kojoten und Rotluchse können vom Puma überwältigt werden. Neben Säugetieren frisst der Puma auch Vögel und in manchen Gegenden Fische. Er ist jedoch kein Aasfresser.
Um ein größeres Beutetier zu erlegen, schleicht sich der Puma zunächst heran. Aus kurzer Distanz springt er dem Tier auf den Rücken und bricht ihm mit einem kräftigen Biss in den Hals das Genick.
Der Puma ist eine scheue Katze, die menschliche Nähe für gewöhnlich meidet. Trotzdem kommt es gelegentlich zu Angriffen auf Menschen. In den USA soll es jährlich etwa vier solcher Vorfälle geben. Opfer der Attacken sind meistens Kinder.
Rotluchs
Pumas selbst haben außer dem Menschen kaum Feinde zu fürchten. Lediglich Wölfe und Bären können gelegentlich junge oder kranke Pumas erbeuten.
Fortpflanzung
Als Einzelgänger kommen Pumas nur zur Paarungszeit, die häufig, aber nicht ausschließlich zwischen November und Juni liegt, für maximal sechs Tage zusammen, ehe das Männchen das Weibchen einige Wochen vor der Geburt der Jungen wieder verlässt. Die Tragzeit beträgt etwa drei Monate. Ein Wurf hat zwischen einem und sechs, in der Regel aber zwei bis drei Junge. Das Geburtsgewicht liegt zwischen 230 und 450 Gramm, die Größe der Neugeborenen 20 bis 30 cm. Die Jungen nehmen nach etwa sechs bis sieben Wochen feste Nahrung auf und trennen sich etwa nach 20 Monaten von der Mutter.
Gefährdung und Bedeutung für den Menschen
Obwohl unter Artenschutz wird der Puma dennoch von manchen Bauern gejagt, die um ihre Viehbestände fürchten. Die Art als Ganzes gilt allerdings nicht als gefährdet. Der Puma flieht meistens vor den Menschen. Nur in Ausnahmefällen greift er Erwachsene an.
Bei den Indianern war der Puma hoch geachtet. Ihm wurden Eigenschaften wie Führerschaft, Kraft, Findigkeit, Treue, Engagement und Mut zugeschrieben.
Die weißen Kolonisten in Nordamerika bekämpften den Puma. Sie wollten nicht nur ihr Vieh vor ihm schützen, sondern jagten ihn auch, weil er eine beliebte Trophäe war.
Ein nordamerikanisches Indianervolk, die Irokesisch sprechenden Erie, tragen ihren Namen, der als Kurzform von Erielhonan, zu deutsch Langer Schwanz gedeutet wird, wohl nach dem Puma. Sie waren bei den Franzosen daher auch als Nation du Chat, zu deutsch Volk der Katze, bekannt.
Unterarten
Traditionell werden 24 bis 32 Unterarten des Pumas unterschieden. Zwei im östlichen Nordamerika beheimatete Unterarten gelten als ausgestorben. Als besonders bedroht gilt der Florida-Panther (P. c. coryi), der in den Everglades-Sümpfen die Ausrottungswellen überlebt hat. Es leben nur noch rund 80 ihrer Art in freier Wildbahn. Die Rettung dieser intensiv rot gefärbten, kleinen Unterart des Pumas ist derzeit eines der Hauptziele örtlicher Naturschutzorganisationen. Um Sie zu schützen und zu untersuchen ist jedes Tier mit einem elektronischem Halsband zur Identifizierung und Ortung ausgestattet.
Neuere molekulargenetische Untersuchungen (M. Culver et. al.) legen allerdings den Schluss nahe, dass es in Wirklichkeit nur sechs Unterarten gibt und die Unterscheidung von mehr Unterarten einer wissenschaftlichen Grundlage entbehrt. Mit Ausnahme einer Population im Nordwesten der USA stellen alle Pumas Nordamerikas eine homogene Population dar. Mittel- und Südamerika zeigen eine größere Variabilität. Diese Befunde werden darauf zurückgeführt, dass der Lebensraum des Pumas während der letzten Eiszeit auf Südamerika beschränkt war, mit Ausnahme einer nicht vereisten Enklave in den nordwestlichen USA. Mit dieser Studie geht auch eine Neubewertung der ausgestorbenen und bedrohten Unterarten einher.
Literatur
- D. E. Brown, H. G. Shaw, Soul Among Lions: The Cougar As Peaceful Adversary, Univ. of Arizona Press, 2000, ISBN 0816520844
- R. H. Busch, The Cougar Almanac, The Lyons Press, 1996, ISBN 1558214038
- H. P. Danz, Cougar!, Ohio Univ. Press, 1999, ISBN 0804010145
- J. Kobalenko, T. Kitchin, W. Hurst, Forest Cats of North America, Firefly Books, 1997, ISBN 1552091724
- R. M. Nowak, Walker's Mammals of the World, Vol. 1, Johns Hopkins University Press, 1999, S. 818f
- M. Culver, W. E. Johnson, J. Pecon-Slattery, S. J. O'Brien, Genomic ancestry of the American puma (Puma concolor)
Weblinks
- [http://lynx.uio.no/catfolk/puma-01.htm Informationen der Cat Specialist Group] (auf Englisch)
- [http://www.mortay.com/Cougar/LionIntro.html Mountain Lions on the Web] (auf Englisch)
- [http://www.coryi.org/Florida_panther/Miscellaneous_Panther_Material/Genomic%20ancestry%20of%20the%20American%20puma.pdf - Genomic ancestry ]
Kategorie:Katzen
ja:ピューマ
ko:퓨마
Wolf
Der Wolf (Canis lupus) ist eine Hundeart in der Gattung Canis.
Merkmale
Maße und Gewichte des Wolfes sind aufgrund seines ausgedehnten Verbreitungsgebietes sehr unterschiedlich:
- Die größten Wölfe (Verbreitung in Waldzonen Lettlands, Weißrusslands, Alaskas und Kanadas) erreichen eine Kopfrumpflänge von bis zu 160 cm, der Schwanz ist zusätzlich bis zu 52 cm lang. Die Schulterhöhe beträgt etwa 80 cm. Wölfe können bis zu 80 kg wiegen.
- Die kleinsten Wölfe leben im Vorderen Orient und auf der Arabischen Halbinsel; ihre Körperlänge beträgt etwa 80 cm bei einem Gewicht von rund 20 kg und einer Schwanzlänge von etwa 29 cm.
Die Weibchen sind um 2 bis 12 % kleiner als der Rüde und 20 bis 25 % leichter.
Die Färbung ist sehr variabel. Der in Nordamerika verbreitete Name "Gray Wolf" weist darauf hin, dass diese Wölfe ein graues Fell haben, doch obwohl das Beigegrau (sog. graue Phase) die häufigste Fellfarbe ist, gibt es eine Vielzahl weiterer. Im arktischen Nordamerika gibt es vollkommen weiße Wölfe, und ebenfalls nicht selten sind vollkommen schwarze Wölfe.
Lebensraum
Rüde
Der Wolf war bis zur Entwicklung von Land- und Herdenwirtschaft das am weitesten verbreitete Raubtier der Erde. Er war in ganz Europa und Asien bis nach Nordafrika sowie in Nordamerika beheimatet. In weiten Teilen dieses einst riesigen Verbreitungsgebietes, insbesondere im westlichen Europa und in Nordamerika, wurde die Art durch menschliche Verfolgung ausgerottet. In Osteuropa, auf dem Balkan, in Kanada, Sibirien, der Mongolei, und zu einem geringeren Grade dem Iran gibt es noch größere zusammenhängende Populationen. Ansonsten ist der Wolf heute nur in isolierten Beständen (manche umfassen weniger als 100 Tiere) anzutreffen.
Population
Wölfe bewohnen eine Vielzahl von Habitaten. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit lässt sie in den Eiswüsten der Arktis ebenso leben wie in den Wüsten Nordamerikas und Zentralasiens. Die meisten Wölfe bewohnen Grasländer und Wälder. Dass sie vor allem als Waldtiere bekannt wurden, liegt daran, dass der Mensch sie in großen Teilen des Verbreitungsgebietes frühzeitig aus offeneren Landschaften vertrieben hatte.
Systematik
Wüste
Nach Bibikow ist die Unterartengliederung bis heute umstritten; seit 1985 gibt es Versuche einer genetischen Revision der Unterarten des Wolfes (Mitochondrial DNA Method).
Zu den Unterarten zählen unter anderem :
- Polarwolf oder Tundrawolf (Canis lupus albus)
- Sibirischer Waldwolf oder Taigawolf (Canis lupus lupus und Canis lupus altaicus)
- Honshu-Wolf (Canis lupus hodophilax) und Hokkaido-Wolf (Canis lupus hattai), zwei in Japan vorkommende endemische Unterarten, die beide als ausgestorben gelten. Der Honshu-Wolf gilt als die kleinste bekannte Unterart.
- Kasachischer Wolf (Canis lupus desertorum, Canis lupus campestris)
- Südlicher Wolf (Sammelgruppe aus Canis lupus lupus, Canis lupus desertorum, Canis lupus campestris und Canis lupus cubanensis)
Eng verwandt mit dem Wolf sind der Rotwolf (Canis rufus) aus Nordamerika (der vielleicht eine Hybride aus Wolf und Kojote darstellt), der Kojote (Canis latrans) und der Äthiopische Wolf (Canis simensis). Um den eigentlichen Wolf von diesen zu unterscheiden, wird er manchmal auch als Grauwolf bezeichnet - diese Bezeichnung ist allerdings im englischen Sprachraum ("Gray Wolf") verbreiteter als in der deutschen Sprache.
Der Mähnenwolf (Chrysocyon brachyurus) gehört zu den Hundeartigen, nicht aber zu den echten Wölfen. Der im frühen 20. Jahrhundert ausgestorbene australische Beutelwolf (Thylacinus cynocephalus) ist ein Beuteltier und ein gutes Beispiel für die Besetzung einer gleichen ökologischen Nische durch systematisch nicht verwandte Arten (Konvergenz).
Lebensweise
Verhalten und soziale Organisation
Obwohl man auch einzelne Wölfe in der Wildnis antrifft, ist die normale Sozialordnung des Wolfes das Rudel. Das Wolfsrudel besteht im Regelfall aus dem Elternpaar und deren Nachkommen, es handelt sich also um eine Familie. Wölfe werden (im Gegensatz zu Haushunden) erst mit zwei Jahren geschlechtsreif und verbleiben bis zur Geschlechtsreife bei den Eltern. Die vorjährigen Jungwölfe unterstützen das Elternpaar bei der Aufzucht der neuen Welpen. Unter normalen Bedingungen besteht ein Rudel im Herbst also aus dem Elternpaar, dem Nachwuchs aus dem Vorjahr und dem Nachwuchs aus dem gleichen Jahr. Mit Erreichen der Geschlechtsreife wandern die Jungwölfe in der Regel aus dem elterlichen Territorium ab und suchen ein eigenes Revier. Die Elterntiere sind grundsätzlich dominant gegenüber ihrem Nachwuchs, Kämpfe um die Rangordnung gibt es daher nicht. Eine Paarung verwandter Tiere findet üblicherweise auch dann nicht statt, wenn keine anderen Sexualpartner zur Verfügung stehen. Dabei geht die Verweigerung vom Rüden aus.
In der Literatur findet sich häufig die Darstellung einer streng hierarchischen Rangordnung mit einem dominanten Alpha-Paar, das in der Regel die Nachkommen des Rudels zeugt, einer Gruppe nachgeordneter Tiere und einem schwachen Tier am Ende der Rangordnung in der Rolle des "Prügelknaben" oder Omega-Wolfs. Diese Darstellungen sind das Ergebnis der Forschung an Wölfen in Gefangenschaft, und keinesfalls auf natürliche Verhältnisse übertragbar. In Gefangenschaft wurden meist Wölfe unterschiedlicher Herkunft oder Familiengruppen zusammengesperrt und gezüchtet. Hier ist weder eine Abwanderung mit Erreichen der Geschlechtsreife möglich, noch die (mit der Abwanderung verbundene) Vermeidung von Verpaarungen verwandter Tiere. In diesen in Gefangenschaft gehaltenen Rudeln sind daher heftige Auseinandersetzungen an der Tagesordnung.
Die Tragzeit liegt bei etwa sechzig Tagen, und in einem Wurf befinden sich in der Regel zwischen drei und sieben (manchmal ein bis vierzehn) Welpen.
Ernährung
Omega]
Grundnahrung des Wolfes bilden große pflanzenfressende Säugetiere, er nutzt dabei die im jeweiligen Lebensraum dominierenden Arten. Wölfe jagen im Norden ihres Verbreitungsgebietes überwiegend im Rudel Elche, Rentiere, Rehe oder andere Hirsche. In Osteuropa zählen auch Wildschweine zu ihrer Beute. Kleinere Säuger wie Hasen, Kaninchen, Wühlmäuse und Lemminge werden ebenfalls häufig erbeutet. In der Nähe von Menschen schlagen sie auch Schafe oder junge Rinder, Haushunde und Hauskatzen.
In nahrungsarmen Zeiten frisst der Wolf sowohl Aas als auch Abfälle.
Vitamine und Spurenelemente nimmt der Wolf nicht nur über den Verzehr pflanzenfressender Beutetiere auf, sondern er frisst auch selbst pflanzliche Nahrung. Zur vollwertigen Nahrung für Wölfe zählen auch Heidelbeeren, Preiselbeeren, Brombeeren, Wildobst sowie Blätter von Seggen und Gräsern.
Die sprichwörtliche Gefräßigkeit des Wolfes gehört ins Reich der Märchen und Legenden; nach aktuellen Forschungen liegt der jährliche Nahrungsbedarf des Wolfes zwischen 500 und 800 Kilogramm pro Individuum; der Wolf frisst täglich im Durchschnitt 2 Kilogramm, dabei sind aber auch längere Hungerperioden zu berücksichtigen, in denen keine Beute gemacht wird. In Ausnahmefällen kann ein Wolf bis zu 10 Kilogramm Fleisch auf einmal verzehren, ein Teil davon wird jedoch wieder ausgewürgt und an anderen Stellen als Vorrat verscharrt.
Einzeltiere nehmen die geringsten Nahrungsmengen zu sich; ihre Tagesration liegt etwa bei einem Viertel dessen, was Rudeltiere durchschnittlich zu sich nehmen. Das Nahrungsdefizit wird überwiegend durch kleinere Tiere, Aas oder Haushunde gedeckt.
Jungwölfe verzehren auch verschiedene Insekten, insbesondere Käfer.
Mensch und Wolf
Domestizierung
Käfer mit sichtbarer Ähnlichkeit zum Wolf]]
Käfer und Wolf]]
Heute ist nachgewiesen, dass der Haushund vom Wolf abstammt; nach genetischen Untersuchungen hat sich wohl der so genannte Urhund bereits vor mehr als 100.000 Jahren vom Wolf getrennt.
Eine Annahme ging davon aus, dass sich vor etwa 14.000 Jahren Wölfe dem Menschen angeschlossen haben, um dessen Nahrungsreste zu vertilgen. Mit der Zeit wurden sie zutraulicher, und der Mensch erkannte ihren Nutzen (sog. Torfhunde). Eine andere Theorie ist, dass Wölfe zunächst als Fleischlieferanten dienten, ehe man herausfand, dass sie als Haustier anderen Nutzen haben konnten.
Die Verwandtschaft zum Wolf zeigt sich recht deutlich bei einigen Hunderassen; Hunde vom Urtyp (Gruppe 5 in der FCI-Klassifikation) wie der Samoyede, Sibirian Husky, Alaskan Malamute, Kanaanhund oder der Akita Inu weisen einen ursprünglichen Typ mit spitzem Fang, spitzen Stehohren und quadratischem Körperbau auf; auch andere Rassen wie der Deutsche Schäferhund zeigen noch eine gewisse äußere Ähnlichkeit zum Wolf. Es ist jedoch ein Mythos, dass diese Rassen daher enger mit dem Wolf verwandt wären als andere.
Im 20.Jahrhundert wurde in Tschechien, aber auch in den Niederlanden und Italien mit Wolfseinkreuzungen experimentiert; Züchtungen wie der Saarloos-Wolfhund (FCI-Nr. 311) von Leendert Saarloos, der Tschechoslowakische Wolfhund (Československý Vlčák, FCI-Nr. 332) oder die Wolf-Schäferhund-Kreuzungszucht Lupo Italiano (von der FCI nicht anerkannt) gelten als gescheiterte Experimente. Wolfsverhalten schlägt bei diesen Tieren oft durch, sie sind dann ängstlich und scheu. Vom Halter erfordern diese Tiere fundierte Kenntnisse in Wolfs- und Hundeverhalten sowie außerordentlich viel Zeit und Einfühlungsvermögen, als Familien- und Begleithunde sind sie nicht immer geeignet.
Das Lautverhalten der Wolfs- und Schlittenhunden ähnelt dem der Wölfe, sie bellen kaum und wenn, dann nicht anhaltend, statt dessen jaulen und heulen sie in vielen Variationen.
Einstellung des Menschen zum Wolf
Lupo Italiano
Verehrung
Viele Völker, die von der Jagd lebten (Nordeuropa, Nordamerika), sahen im Wolf einen ihnen ebenbürtigen oder überlegenen Konkurrenten, dessen Ausdauer und Geschick bewundert und begehrt waren. Der Wolf wurde auch als Beschützer oder als übernatürliches Wesen betrachtet und verehrt. Vornamen wie Wolf, Wolfgang oder Wolfhard erinnern an die Wertschätzung des Tiers. Verschiedene Teile des Wolfs galten auch in Deutschland als heilkräftig. So sollten Schuhe aus Wolfsfell Jungen zu tapferen Männern erwachsen lassen.
Der Wolf als Feind des Menschen
Dagegen wurde der Wolf bei vielen sesshaften Völkern als der Feind betrachtet, der die Nutztiere "raubt". So erwarb er sich den Fabelnamen als blutrünstiger Isegrim. Ab dem Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurde die Beziehung des Menschen zum Wolf in Europa zunehmend einseitig von Angst und Dämonisierung geprägt. Die starke Ausbreitung menschlicher Siedlungs- und Agrarflächen, sowie die offene Viehhaltung, hier vor allem die bis ins 19. Jahrhunderte verbreitete Waldweide von Rindern, Schafen, Schweinen und Pferden, führte zu zahlreichen Haustierverlusten durch Wölfe. Auch wenn die angegebenen Verluste in vielen Fällen sicher maßlos übertrieben waren oder durch wildernde Hunde verursacht wurden, dürften die Verluste bei dieser Art der Viehhaltung für die Bauern wirtschaftlich häufig bedeutend gewesen sein. Zu der direkten Nahrungskonkurrenz zwischen Mensch und Wolf gesellte sich im Laufe der Zeit noch die Verurteilung des Wolfes als Jagdkonkurrent.
Berichte und Geschichten über sog. "Wolfsplagen" und Angriffe auf Menschen (zum Teil mit Todesfolge) finden sich bis in die Neuzeit in zahlreichen schriftlichen Quellen. So wird schon 1197 von einer „Wolfsplage“ an der Mosel berichtetet, die angeblich mehrere menschliche Opfer forderte. Noch 1849, also zu einer Zeit, als Wölfe in Mitteleuropa schon weitgehend ausgerottet waren, wurde aus Kottenheim eine „Wolfsplage“ gemeldet, als ein strenger Winter bis Ostern anhielt.
Diese Einstellung zum Wolf führte in West-und Mitteleuropa zu einer beispiellosen Verfolgungskampagne, deren Ziel schließlich unabhängig von etwaigen Schäden die völlige Ausrottung des Wolfes war. Der Wolf wurde unter anderem in Großbritannien (letzte Erlegung 1743), Dänemark (1772) und Deutschland (1904) ausgerottet. In Süd- und Osteuropa wurde dem Wolf (und anderen Großraubtieren) mit erheblich mehr Toleranz begegnet. Auch wenn dort bei verstärkten Schäden an Haustieren Wölfe regional und zeitlich intensiver verfolgt wurden, war dort die völlige Ausrottung nie Ziel.
Angriffe auf Menschen
Während die Erbeutung von Haustieren durch Wölfe unstrittig ist, entbehren die Berichte über Angriffe auf Menschen meist jeder Grundlage. Gesicherte Belege für Angriffe gesunder Wölfe auf Menschen konnten bisher weder für Nordamerika noch für Europa erbracht werden.
Der Wolf in Mythos und Literatur
Hauptartikel: Wolf als mythologisch-künstlerisches Motiv
Die ambivalente Haltung des Menschen gegenüber dem Wolf als sowohl verehrtes als auch gefürchtetes Wesen schlug sich auch in der zahlreichen Sagen, Märchen, Tierfabeln und anderen literarischen Werken nieder, wo er als Fenriswolf, Werwolf oder Wolfskind in Erscheinung tritt. In zahlreichen Kulturen, darunter bei dem Indianerstamm der Tlinkit, bei den Irokesen, bei den Turkmenen und bei den Mongolen wird er als Totem gesehen.
Usbeken und Hunnen leiteten sogar jeweils die Herkunft ihres Volkes vom Wolf ab; die Wölfin galt als Urmutter der alten Türken.
In der Mythologie der Römer werden Romulus und Remus von einer Wölfin gesäugt, ähnliches wird von den slowakischen Recken Waligor und Wyrwidub berichtet. Auch der Gründer des altpersischen Reiches, Kyros, soll von Wölfen aufgezogen worden sein.
In der germanischen Mythologie werden dem Siegesgott Odin zwei Wölfe und zwei Raben beigelegt, die als streitlustige und tapfere Tiere den Kampf verfolgen und sich auf die gefallenen Leichen stürzen. Lokis Sohn, der Fenriswolf, verschlang zu Beginn der Götterdämmerung den Mond. Der Wolf Ysengrin des Mythos besitzt viele Wesensmerkmale des verschlagenen Fuchses. Bastardsöhne des mythischen Wolfs leben in der bürgerlichen Gesellschaft, behalten aber ihre Wolfsgewohnheiten bei.
Literarisch tritt der Wolf in vielen Tierfabeln wie denen des griechischen Dichters Äsop und in Märchen, wie Rotkäppchen der Gebrüder Grimm, auf.
Bekannte moderne Wolfsliteratur stammt von Rudyard Kipling (Die Dschungelbücher) oder Jack London (Ruf der Wildnis, White Fang). In Hermann Hesses Werk Der Steppenwolf tritt er symbolisch als einzelgängerischer Mensch auf.
Wirtschaftliche Nutzung
Wölfe wurden über Jahrhunderte verfolgt und teilweise systematisch ausgerottet; daneben diente der Wolf aber auch als Pelzlieferant. Im 19. Jahrhundert wurden Wölfe vor allem mit Strychnin getötet, indem man ein getötetes Schaf damit imprägnierte und dieses auf die bekannten Wechsel der Wölfe warf.
Wolfsfelle wurden in Schweden, Russland, Polen und Frankreich hergestellt und verwendet; sie galten als um so wertvoller, je weißer sie waren. Die Wolfshaut wurde auch gegerbt und zu Handschuhen, Pauken- und Trommelfellen verarbeitet.
In den meisten Ländern ist die wirtschaftliche Nutzung des Wolfes heute verboten, obwohl teilweise noch Abschussprämien gezahlt werden.
Gefährdung und Schutz
Abschussprämie]
Seit dem 19. Jahrhundert ist der Wolf in Nord- und Mitteldeutschland sowie in England ausgestorben. Wolfspopulationen gab es damals noch in Ungarn, Galizien, Kroatien, Krain, Serbien, Bosnien, Rumänien, Polen, Russland und Skandinavien.
In vielen Teilen der Welt, wo der Wolf (noch) vorkommt, wird er auch heute aktiv verfolgt. Allerdings setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass der Wolf keine Gefahr für den Menschen oder seine Landwirtschaft darstellt; vielmehr wird der Wolf zunehmend im Rahmen der Naturschutzbemühungen als ein willkommener Bestandteil der Fauna gesehen.
In Europa ist der Wolf durch drei Richtlinien geschützt.
- Dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES, Convention on International Trade in Endangered Species of the Wild Fauna and Flora) vom 3. März 1973 gehören 152 Staaten an. Es stellt Richtlinien für den Handel mit geschützten Tieren und deren Erzeugnissen auf und schränkt die Ein- und Ausfuhr der Tiere oder ihrer Teile (Felle, Schädel, Knochen...) ein. Der Wolf ist hier in Anhang II (gefährdete Tierart) aufgeführt, einige Subpopulationen sind vom Aussterben bedroht und in Anhang I aufgeführt.
- In der Berner Konvention haben sich 45 Staaten auf die Erhaltung und den Schutz wildlebender Pflanzen und Tiere und ihrer Lebensräume verständigt. Der Wolf ist in Anhang II der Konvention aufgeführt.
- Die FFH-Richtlinien (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, 92/43/EWG) wurde 1992 von der EU in Kraft gesetzt und soll europaweit die Ausweisung und Erhaltung von Lebensräumen und Wildtieren regeln. Der Wolf ist hier in Anhang IV aufgeführt, sein Lebensraum in Anhang II. Diese Richtlinie ist von allen EU-Mitgliedsstaaten jeweils in nationales Recht umzusetzen.
In Deutschland wurde der letzte frei lebende Wolf am 27. Februar 1904 in der Lausitz erschossen. Er war mit 1,60 m Länge und einem Widerrist von 80 cm sowie 41 kg Lebendgewicht ein sehr großer Wolf. Da es in der Gegend lange Zeit keinen Wolf mehr gegeben hatte, vermutete man hinter dem gerissenen Wild erst ein ausgebrochenes Zirkustier, weshalb er den Spitznamen "Tiger von Sabrodt" (Ort des ersten Auftauchens) erhielt.
Seit den 1990er Jahren sind immer wieder Wölfe über die polnische Grenze nach Deutschland eingewandert und hielten sich bevorzugt auf Truppenübungsplätzen auf. Obwohl sie streng geschützt sind, wurden sie immer wieder von Jägern geschossen - angeblich wegen Verwechslungen mit wildernden Hunden.
Dennoch sind die ersten Wölfe in Sachsen schon heimisch geworden. Sie sind noch extrem bedrohte Seltenheiten, doch es scheint inzwischen möglich, dass der Wolf in Deutschland wieder heimisch wird. Insgesamt ist der Wolf wieder in vielen europäischen Ländern auf dem Vormarsch beispielsweise in: Italien, Frankreich, Österreich, Spanien, Slowenien, Kroatien, Schweiz.
Die im Juli 2002 aus einem Wolfsgehege bei Klingenthal in Sachsen entwischte Wölfin "Bärbel" wurde am 19. Januar 2003 in Niedersachsen erlegt und löste zahlreiche Diskussionen um die Zulässigkeit dieser Maßnahme aus. Ein vermutlich aus einem belgischen Freigehege entwichener Wolf wurde am 21. Februar 2005 im Gebiet Heinsberg, NRW erschossen. Die Medien nannten ihn den "Eschweiler Wolf".
Forschung
Noch Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Wolf beschrieben als "ungemein blutdürstig", übermäßig gierig ("würgt er viel mehr, als er fressen kann") und "frißt auch seinesgleichen"; nach heutigen Erkenntnissen ist diese Charakterisierung aus Meyers Konversationslexikon von 1888 grundverkehrt. Diese Sichtweise, die den Erkenntnisstand der wissenschaftlichen Literatur dieser Zeit widerspiegelt, tradiert Vorstellungen vom Wolf, die sich erst im späten Mittelalter entwickelt hatten.
Die systematische Beobachtung des Wolfes mit modernen wissenschaftlichen Methoden, die über das Ausmessen gefangener Exemplare, kurzzeitige Beobachtungen und Vermutungen hinausgehen, begann erst Mitte des 20. Jahrhunderts. Sie fanden zunächst vorwiegend in Nordamerika statt, da es dort noch große, naturbelassene Gebiete mit gesunden Wolfspopulationen gibt, und da durch populäre Romane und Berichte (etwa Farley Mowats Never Cry Wolf oder Lois Crislers Arctic Wild und Captive Wild) das Bild vom Wolf als dem Untier schon relativiert worden war.
Als eine der wichtigsten frühen Arbeiten gelten heute die von L. David Mech auf der Isle Royale im Oberen See durchgeführten Langzeitbeobachtungen. Weitere wichtige Beiträge stammen beispielsweise von Adolph Murie (The Wolves of Mt. McKInley) und Henry S. Sharpe (Wolf and Man: Evolution in Parallel).
In Deutschland sorgten vor allem die jahrelangen Forschungsarbeiten und die Bücher von Erik Zimen für einen Wandel der Vorstellungen vom Wolf.
Literatur
Sachliteratur:
- Erik Zimen: Der Wolf. Gebundene Ausgabe, 447 Seiten, Kosmos, ISBN 3440097420
- Dimitrij I. Bibikow: Der Wolf (Die neue Brehm-Bücherei; 587; 3. Aufl.). 198 Seiten. Westarp Wissenschaften, Hohenwarsleben: 2003. ISBN 3894323809
- H. Okarma: Der Wolf. Ökologie, Verhalten, Schutz. Parey 1997. ISBN 3826384318
- Thomas Riepe: Wolf und Hund. Monsenstein und Vannerdat, 71 Seiten, 2004, ISBN 3865820417
- Elli H. Radinger: Wolfsangriffe - Fakt oder Fiktion. Verlag Peter von Döllen, Worpswede 2004ISBN 3-933055-33-4
- Elli H. Radinger: Die Wölfe von Yellowstone. Verlag Peter von Döllen, Worpswede, 2004 ISBN 3-933055-15-6
- Werner Freund: Wolf unter Wölfen. Ein Leben als Mensch im Wolfsrudel. München: Augustus-Verl. 1999. ISBN 3804373305
Wolfsplagen:
- Kyll, Nikolaus; Zur Trierer Wolfsprozession. Landeskundliche Vierteljahrblätter. Trier 1961, Jg. 7, H. 1, S. 16 ff.
- Lung, Walter; Kottenheim - ein Dorf und seine Landschaft. Mayen 1962
- Strangmeier, Heinrich: Wolfsplagen und Wolfsjagden in Hilden und anderswo, Eine Sammlung von Quellen und Beiträgen zum Thema. Leinen 1977
Kindersachbücher:
- Jen Green: Wölfe. 62 Seiten. Franckh-Kosmos Verlag: 2001. ISBN 3440089533
- Erik Zimen: Wölfe. Tessloff Verlag, 1997, ISBN 3-7886-0667-3
Romane:
- Farley Mowat: Ein Sommer mit Wölfen. Rowohlt Tb., 2004. ISBN 3499237636
Bildbände:
- Jim Brandenburg: Bruder Wolf. 154 Seiten. Tecklenborg: 1996. ISBN 3924044236
- Jim Brandenburg: White Wolf. 160 Seiten. Tecklenborg: 1998. ISBN 3924044392
- Leonard Lee Rue III: Wölfe. Gebundene Ausgabe, 82 Seiten, Parkland, ISBN 3880597448
Weblinks
- [http://www.wolves.de Deutsche Wolfsgemeinschaft]
- [http://www.gzsdw.de Gesellschaft zum Schutz der Wölfe]
- [http://www.wolf.org International Wolf Center] (auf Englisch)
- [http://lausitz-wolf.de/ Freundeskreis Wölfe in der Lausitz e.V.]
- [http://www.amarok-greywolf.de/ Amarok-Greywolf.de]
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/249720.html www.wissenschaft.de: Zu enge Familienbande unter skandinavischen Wölfen] Die Population in Norwegen und Schweden ist durch Inzucht akut bedroht
Kategorie:Hunde
Kategorie:Jagd
ja:オオカミ
ko:늑대
Victoria (Kanada)Victoria ist eine Stadt in Kanada und Hauptstadt der Provinz British Columbia.
Victoria liegt an der Pazifikküste im südöstlichen Bereich von Vancouver Island, an der Juan-de-Fuca-Meerenge, welche die Stadt vom nordamerikanischen Festland trennt. Der Ballungsraum Victoria hat etwa 326.000 Einwohner, die Stadt selbst ungefähr 74.000 (Zählung 2001). Durch ihre Lage an einer Meeresbucht mit Bergen im Hintergrund wird sie zu den schönsten Städten der Welt gezählt. Vor allem die roten Doppeldeckerbusse lassen die britischen Einflüsse erkennen. Bemerkenswert sind die vielen farbenfrohen Häuser. Victoria ist beliebtes Ziel von vor allem amerikanischen Touristen und wird gerne als Altersruhesitz von Kanadiern aus allen Teilen des Landes gewählt.
Neben dem ehrwürdigen Parlamentsgebäude ist das Fairmont Empress Hotel, direkt am Hafen gelegen, das bekannteste Gebäude von Victoria.
Der Vorort Esquimalt ist der Hauptstützpunkt der kanadischen Pazifikflotte.
Pazifik
Das Stadtgebiet war von indigenen Bevölkerungsgruppen besiedelt, als James Cook 1778 als erster Europäer, den Boden des heutigen British Columbia betrat. Es dauerte bis 1843, dass die europäische Besiedlung begann. In diesem Jahr wurde Fort Camosun, ein Posten der Hudson Bay Company gegründet, dass später als Fort Victoria bezeichnet wurde. Als Vancouver Island 1849 zur Kronkolonie wurde, wurde die Siedlung ausgebaut und zur Hauptstadt ernannt. Nach Goldfunden auf dem Festland 1858 wurde es zur Versorgungsbasis der Schürfer. 1862 wurde Victoria zur Stadt mit gewähltem Bürgermeister. Als Vancouver Island 1866 politisch mit der 1859 geschaffenen Festlandskolonie British Columbia vereinigt wurde, wurde Victoria 1868 Hauptstadt der vereinigten Provinz British Columbia, die 1871 sechste Provinz des Dominions Kanada wurde.
Das Klima ist gemäßigt - selten gibt es Temperaturen über 30° oder unter 0°. Die Sommer sind trocken und die Winter feucht. Gerade wegen des ausgeglichenen Wetters ist Victoria ein Ganzjahresziel.
Die Stadt ist Sitz des Dominion Astrophysical Observatory und der University of Victoria. Sie hat die älteste Chinatown Kanadas.
Söhne und Töchter der Stadt
- William Vickrey, US-amerikanischer Ökonom kanadischer Herkunft
Weblinks
- [http://www.tourismvictoria.com Tourismusinformation zu Victoria]
- [http://www.karl-heinz-herrmann.de/Bilder/Wallpaper/HTML/Victoria.php Wallpaper von Victoria]
Kategorie:Ort in Britisch-Kolumbien
Kategorie:Ort mit Seehafen
ja:ヴィクトリア (カナダ)
simple:Victoria, British Columbia
Haida (Volk)
Die Haida sind ein Indianervolk Nordamerikas.
Ihr traditionelles Siedlungsgebiet erstreckt sich über einige Küstenregionen Britisch-Kolumbiens und des südöstlichen Alaska. Ihre Sprache, das Haida die heute nur noch von wenigen hundert Menschen gesprochen wird, gehört zur Na-Dene-Sprachgruppe.
Die Haida-Krieger waren gefürchtet, durch ihre hochseetüchtigen Kanus waren sie vor allem auf dem Meer sehr dominant (eine Legende der Haida läßt vermuten, dass sie es schon bis nach Hawaii mit ihren Booten geschafft haben.)
Sie lebten in Langhäusern welche aber nicht mit denen der Irokesen zu verwechseln sind.
Sehr berühmt ist auch der Potlatch (Chinook geben)
Ende des 19. Jahrhunderts ging die Zahl der Haida von 8.000 auf heute ca. 2.000 zurück. In Folge des dramatischen Bevölkerungsrückganges wurde die traditionelle Siedlungsweise in Dörfern je eines Matriklans zugunsten Dörfern mit mehreren Klans aufgegeben.
Die Haida sind bekannt für ihre imposanten Totempfähle.
Siehe auch: Tlingit, Liste nordamerikanischer Indianerstämme
Literatur
- Thomas Geduhn: Eigene und fremde Verhaltensmuster in der Territorialgeschichte der Haida Mundus Reihe Ethnologie, Band 71 1993, HOLOS Verlag, Bonn.
Kategorie:Nordamerikanische Ethnie
1774
- 2. Juni: Das Parlament in Großbritannien beschließt den Quartering Act, nachdem englische Truppen in Privathäusern der Kolonien einquartiert werden können
- 5. September: Nordamerika. Der erste Kontinentalkongress formiert sich
- Entdeckung des Sauerstoffs durch Joseph Priestley
- Goethe schreibt Die Leiden des jungen Werthers, am 14. April wird sein Schaupsiel Götz von Berlichingen in Berlin uraufgeführt
- Cook entdeckt Neukaledonien
- Der 1768 begonnene Russisch-Türkische Krieg endet siegreich für die Russen unter der Katharina der Großen
- Abbruch der Handlungsbeziehungen zwischen Amerika und Großbritannien auf dem Kontinentalkongress
Kultur
- 4. November: Uraufführung der Komödie Berthe von François-Joseph Gossec am Théâtre de la Monnaie in Brüssel
- 4. November: Uraufführung der Oper Lucio Silla von Johann Christian Bach in Mannheim
- 18. Januar: Bernhard Dräsecke, evangelischer Theologe, Generalsuperintendent und Bischof († 1849)
- 3. Februar: Carl Brandan Mollweide, Mathematiker und Astronom († 1825)
- 16. Februar: Pierre Rode, französischer Violinist († 1830)
- 24. Februar: Adolph Friedrich, Herzog von Cambridge, britischer Feldmarschall († 1850)
- 5. März: Christopher Ernst Friedrich Weyse, dänischer Komponist († 1842)
- 16. März: Matthew Flinders, britischer Forschungsreisender († 1814)
- 19. März: Johann Baptist Heinrich, deutscher Politiker und Oberbürgermeister von Mainz († 1838)
- 1. April: Gottfried Daniel Krummacher, reformierter protestantischer Theologe († 1837)
- 1. April: Gustav von Rauch, preußischer General und Kriegsminister († 1841)
- 17. April: Václav Jan Křitel Tomášek, böhmischer Komponist († 1850)
- 21. April: Jean Baptiste Biot, französischer Physiker und Mathematiker († 1862)
- 24. April: Jean Itard, französischer Arzt und Taubstummenlehrer († 1838)
- 26. April: Christian Leopold von Buch, Geologe († 1853)
- 9. Juni: Joseph Freiherr Hammer von Purgstall, österreichischer Diplomat und Übersetzer orientalischer Literatur († 1856)
- 14. Juli: Hans Graf von Bülow, westfälisch-preußischer Staatsmann († 1825)
- 20. Juli: Auguste Frédéric Louis Viesse de Marmont, französischer Feldherr († 1852)
- 12. August: Robert Southey, engl. Geschichtsschreiber und Dichter († 1843)
- 14. August: Franz Xaver Gewey, österreichischer Beamter, Schauspieler und Schriftsteller († 1819)
- 18. August: Meriwether Lewis, US-amerikanischer Soldat und Entdecker († 1809)
- 28. August: Elisabeth Anna Bayley Seton, erste in den USA geborene Heilige († 1821)
- 5. September: Caspar David Friedrich, deutscher Maler der Romantik († 1840)
- 8. September: Anna Katharina Emmerick, Ordensschwester und Mystikerin († 1824)
- 18. Oktober: Adolf Müllner, deutscher Schriftsteller († 1829)
- 4. November: Ignaz Heinrich Freiherr von Wessenberg, Theologe († 1860)
- 14. November: Gaspare Spontini, italienischer OpernKomponist und -dirigent († 1851)
- Antal Csermák, ungarischer Komponist († 1822)
- Meriwether Lewis, US-amerikanischer Entdecker, Soldat und Verwaltungsbeamter
- 20. Januar: Florian Leopold Gassmann, österreichischer Komponist ( - 1729)
- 21. Januar: Mustafa III., Sultan des Osmanischen Reiches (1757 bis 1774) ( - 1717)
- 4. April: Oliver Goldsmith, irischer Schriftsteller und Arzt ( - 1728)
- 3. Mai: Johann Nikolaus Tischer, deutscher Komponist ( - 1707)
- 10. Mai: Ludwig XV., König von Frankreich ( - 1710)
- 26. Mai: Wilhelm Reinhard Graf von Neipperg, Oberst eines Infanterieregiments ( - 1684)
- 11. Juli: Sir William Johnson, irisch-britischer Politiker und General ( - 1715)
- 25. August: Niccolò Jommelli, italienischer Komponist ( - 1714)
- 22. September: Clemens XIV., war unter dem Namen Clemens XIV. Papst von 1769 bis 1774 ( - 1705)
- 29. Oktober: August von Hallerstein, Deutscher Jesuit und China-Missionar
- 12. November: Johann Friedrich Agricola, Musiker, Komponist und Musikschriftsteller ( - 1720)
- 22. November: Robert Clive, britischer General und Staatsmann ( - 1725)
- 16. Dezember: François Quesnay, französischer Arzt und Kupferstecher ( - 1694)
- Johann Georg Chevalier de Saxe
ko:1774년
simple:1774
1790
- 26. Januar: Uraufführung der Oper Così fan tutte von Wolfgang Amadeus Mozart in Wien
- 14. August: Der Frieden von Värälä beendet den 1788 begonnenen Krieg zwischen Schweden und Russland ohne territoriale Veränderung
- Immanuel Kant, Kritik der Urteilskraft
- In München wird der Chinesische Turm gebaut
Kultur
- 26. Januar: Uraufführung der Oper Così fan tutte (So machen es alle) von Wolfgang Amadeus Mozart
- 1. März: Uraufführung der Oper Les Brouilleries von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 10. Mai: Uraufführung des historischen Dramas Jeanne d'Arc à Orléans von Rodolphe Kreutzer am Comédie-Italienne in Paris
- 23. August: Uraufführung der Oper Les Rigueurs du cloître von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- Anton David Steiger gründet als „Hainz am Stein der Wilde“ die „Wildensteiner Ritterschaft zur Blauen Erde“, damit Wiederaufleben des Rittertums des Mittelalters im Sinne der Romantik
Wissenschaft
- Der deutsche Botaniker Christian Konrad Sprengel entdeckt am Schmalblättrigen Weidenröschen die Fremdbestäubung
- 3. Februar: Gideon Mantell, englischer Arzt, Geologe und Paläontologe († 1852)
- 28. Februar: Josef Christian von Zedlitz, österreichischer Offizier und Dichter († 1862)
- 15. März: Niccolo Vaccai, italienischer Komponist († 1848)
- 29. März: Carl Theodor Welcker, Gelehrter und liberaler Politiker
- 29. März: John Tyler, 10. Präsident der USA († 1862)
- 21. April: Manuel Blanco Encalada, chilenischer Politiker († 1876)
- 23. Mai: James Pradier, französischer Bildhauer († 1852)
- 23. Mai: Jules-Sébastien-César Dumont d'Urville, französischer Seefahrer und Polarforscher († 1842)
- 27. Mai: Friedrich Wilhelm Rembert von Berg, russischer Feldmarschall († 1874)
- 27. Mai: Johann Ludwig Blesson, preußischer Militärschriftsteller († 1861)
- 27. Mai: Ludwig Blesson, deutscher Militärschriftsteller († 1861)
- 1. Juni: Ferdinand Raimund, Dramatiker († 1836)
- 19. Juni: Johann Heinrich Fischer, Schweizer Politiker
- 4. Juli: George Everest, englischer Ingenieur († 1866)
- 21. Juli: Friedrich Karl Hermann Kruse, Historiker († 1866)
- 3. August: John Cockerill, britischer Industrieller († 1840)
- 29. August: Leopold, Großherzog von Baden († 1852)
- 4. September: Joseph Anton von Maffei, deutscher Industrieller, Eisenbahnfabrikant († 1870)
- 17. September: David Hansemann, deutscher Politiker und Bankier († 1864)
- 26. September: Nassau William Senior, englischer Ökonom († 1864)
- 21. Oktober: Alphonse de Lamartine, französischer Dichter, Schriftsteller und Politiker († 1869)
- 25. Oktober: Robert Stirling, schottischer Priester und Ingenieur († 1878)
- 29. Oktober: Adolf Diesterweg, deutscher Pädagoge und Verlagsgründer(† 1866)
- 6. November: Johann Jacob Wehrli, Schweizer Pädagoge († 1855)
- 12. November: Gottlieb Heinrich Schmückert, Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes († 1862)
- 17. November: August Ferdinand Möbius, deutscher Mathematiker(† 1868)
- 17. November: João Carlos de Saldanha Oliveira e Daun, portugiesischer Politiker und General († 1876)
- 22. November – Gregor Wilhelm Nitzsch, klassischer Philologe (†1861)
- 3. Dezember: Joseph Fieschi, Attentäter († 1836)
- 6. Dezember: Jean-Baptiste Vaillant, französischer General, Marschall von Frankreich († 1872)
- 9. Dezember: William Edward Parry, britischer Admiral und Polarforscher († 1855)
- 16. Dezember: Leopold I. (Belgien), erster König der Belgier († 1865)
- 23. Dezember: Jean-François Champollion, französischer Sprachwissenschaftler († 1832)
- 3. Februar: Johann Bernhard Hermann, Intellektueller des 18. Jahrhunderts ( - 1761)
- 20. Februar: Kaiser Joseph II., Sohn Maria Theresias ( - 1741)
- 23. März: Georg Christian Crollius, deutscher Historiker ( - 1728)
- 6. April: Ludwig IX., Gemahl der Henriette Karoline von Pfalz-Zweibrücken ( - 1719)
- 9. April: Nicolas-Sylvestre Bergier, französischer Theologe und berühmter Apologet ( - 1718)
- 17. April: Benjamin Franklin, US-amerikanischer Naturwissenschaftler und Politiker ( - 1706)
- 29. April: Samuel Heinicke, 'Erfinder' der Deutschen Methode der Gehörlosenpädagogik ( - 1727)
- 2. Mai: Philipp Matthäus Hahn, Pfarrer und Erfinder ( - 1739)
- 29. Mai: Israel Putnam, britischer Offizier und US-amerikanischer General im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg ( - 1718)
- 7. Juli: Franz Hemsterhuis, Philosoph und Schriftsteller ( - 1721)
- 17. Juli: Adam Smith, Ökonom und Moralphilosoph ( - 1723)
- 25. Juli: Johann Bernhard Basedow, deutscher Pädagoge und Schriftsteller ( - 1723)
ko:1790년
simple:1790
1849
- 1. Januar: Wiederwahl von Jonas Furrer als Bundespräsident der Schweiz
- 3. März: Zachary Taylor wird als 12. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt
- 13. März: Volksversammlung auf dem Judenbühl in Nürnberg
- 28. März: Friedrich Wilhelm IV. von Preußen wird von der Frankfurter Nationalversammlung zum Deutschen Kaiser gewählt
- 3. April: Ablehnung der Kaiserkrone durch Friedrich Wilhelm IV. gegenüber der Kaiserdeputation
- 3. Mai: Beginn des Dresdner Maiaufstands
- 13. Mai: Ausbruch des Rastatter Aufstandes
- 31. Mai: Märzrevolution: letzte Sitzung der deutschen Nationalversammlung in Frankfurt am Main, anschließend Umzug als Rumpfparlament nach Stuttgart
- 5. Juni: 1. Verfassung in Dänemark
- 1. November: Als erstes deutsches Land gibt das Königreich Bayern eine Briefmarke heraus
- Einführung des Dreiklassenwahlrechts in Preußen
- Ende der „Großen Hungersnot“ (Great Famine) in Irland
- James B. Francis entwickelt die Francis-Turbine
- Walter Hunt erfindet die Sicherheitsnadel
Kultur
- 9. März: Uraufführung der komischen Oper Die lustigen Weiber von Windsor von Otto Nicolai am Königlichen Opernhaus in Berlin
- 16. April: Uraufführung der Oper Le Prophète (Der Prophet) von Giacomo Meyerbeer an der Grand Opéra Paris
- 1. Oktober: Uraufführung der komischen Oper La Fée aux roses von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris
- 8. Januar: Stepan Ossipowitsch Makarow, russischer Admiral und und Polarforscher († 1904)
- 13. Januar: Alfhild Agrell, schwedische Schriftstellerin († 1923)
- 13. Januar: Erwin Bälz, deutscher Internist und Anthropologe († 1913)
- 18. Januar: Antonio Cecchi, italienischer Entdecker († 1896)
- 22. Januar: August Strindberg, schwedischer Schriftsteller und Dramatiker († 1912)
- 30. Januar: Josef Anton Schobinger, Schweizer Politiker († 1911)
- 31. Januar: August Reinsdorf, Freiheitskämpfer († 1885)
- 2. Februar: Pavol Országh Hviezdoslav, slowakischer Dichter († 1921)
- 3. Februar: Ilse Frapan, deutsche Schriftstellerin († 1908)
- 13. Februar: Friedrich Wilhelm Voigt (Der Hauptmann von Köpenick), deutsch-luxemburgischer Schuhmacher und Hochstapler († 1922)
- 18. Februar: Alexander Lange Kielland, norwegischer Autor († 1906)
- 18. Februar: Jérôme Eugène Coggia, französischer Astronom († 1919)
- 24. Februar: Franz Skarbina, deutscher Maler († 1910)
- 2. März: Anton Krettner, Komponist und Bürgermeister von Bad Tölz († 1899)
- 3. März: Leonhard Tietz, deutscher Kaufmann jüdischer Abstammung († 1914)
- 17. März: Carl Zaar, deutscher Architekt († 1924)
- 19. März: Alfred von Tirpitz, deutscher Großadmiral († 1930)
- 28. März: James Darmesteter, französischer Orientalist († 1894)
- 6. April: John William Waterhouse, britischer Maler († 1917)
- 18. April: Adolf Slaby, erste Ordinarius für Elektrotechnik an der TH Berlin († 1913)
- 25. April: Felix Klein, deutscher Mathematiker († 1925)
- 3. Mai: Bertha Benz, deutsche Automobilpionierin, Ehefrau von Carl Benz († 1944)
- 5. Mai: Ansgar von Reichenbach und Steegen, Forschungsreisender, Mäzen, Philanthrop und Esoteriker († 1912)
- 5. Mai: Sergei Iwanowitsch Mosin, russischer Waffenkonstrukteur († 1902)
- 9. Mai: Theodor Gotthilf Leutwein, Kommandeur der Kaiserlichen Schutztruppe und Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika († 1921)
- 19. Mai: Adrien Lachenal, Schweizer Politiker († 1918)
- 22. Mai: Louis Perrier, schweizer Politiker († 1913)
- 25. Mai: Tom Wiggins, blinder, US-amerikanischer Musiker und Komponist († 1908)
- 26. Mai: Hubert von Herkomer, englischer Maler, Bildhauer, Musiker und Schriftsteller
- 29. Mai: Lorenz Adlon, deutscher Gastronom und Hotelier († 1921)
- 9. Juni: Michael Ancher, dänischer Maler († 1809)
- 14. Juni: Freiherr Hugo von Habermann, Maler († 1929)
- 18. Juli: Hugo Riemann, deutscher Musiktheoretiker, Musikhistoriker und Musikpädagoge († 1919)
- 22. Juli: Emma Lazarus, jüdische US-amerikanische Dichterin († 1887)
- 24. Juli: August Scherl, Berliner Großverleger († 1921)
- 18. August: Benjamin Godard, französischer Komponist († 1895)
- 1. September: Emil Zuckerkandl, österreichischer Mediziner († 1910)
- 8. September: Gustav Schreck, deutscher Musiklehrer, Komponist und Chorleiter († 1918)
- 14. September: Iwan Petrowitsch Pawlow, russischer Mediziner und Nobelpreisträger († 1936)
- 23. September: Hugo von Seeliger, deutscher Astronom († 1924)
- 1. Oktober: Anne Charlotte Leffler, schwedische Schriftstellerin († 1892)
- 5. Oktober: Wilhelm Blos, Staatspräsident und Außenminister von Württemberg († 1927)
- 6. Oktober: Basil Zaharoff, britischer Waffenhändler und Spielbankbesitzer († 1936)
- 6. Oktober: Ludwig Purtscheller, Bergsteiger, Lehrer († 1900)
- 11. Oktober: Carl Wolff, rumänischer Volkswirtschaftler, Journalist und Politiker († 1929)
- 11. Oktober: William Knox D'Arcy, britischer Unternehmer († 1917)
- 12. Oktober: Robert Müser, Sohn und Nachfolger des Friedrich Wilhelm Müser († 1927)
- 16. Oktober: Arnold Krug, deutscher Komponist († 1904)
- 1. November: William Merritt Chase, US-amerikanischer Maler († 1916)
- 2. November: Johannes Benjamin Brennecke, Geheimer Sanitätsrat und Arzt († 1931)
- 7. November: Ernesto Rodolfo Hintze Ribeiro, portugiesischer Politiker († 1907)
- 13. November: William Etty, britischer Maler
- 21. November: Paul Rée, deutscher Philosoph, Empirist († 1901)
- 22. November: Christian Rohlfs, deutscher Maler des Expressionismus († 1938)
- 22. November: Fritz Mauthner, deutscher Philosoph und Schriftsteller († 1923)
- 24. November: Frances Eliza Burnett, britische Autorin († 1924)
- 29. November: John Ambrose Fleming, britischer Elektroingenieur und Physiker († 1945)
- 6. Dezember: August von Mackensen, deutscher Generalfeldmarschall († 1945)
- 7. Dezember: Pierre-Paulin Andrieu, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1935)
- 10. Dezember: Prosper Mathieu Henry, französischer Optiker und Astronom († 1903)
- 13. Dezember: Otto Lenel, deutscher Rechtshistoriker († 1935)
- 25. Dezember: Nogi Maresuke, General in der kaiserlichen Armee Japans († 1912)
- 28. Dezember: Herbert von Bismarck, Sohn von Otto von Bismarck († 1904)
- Albert Adamo, deutscher Maler
- 4. Januar: Franz Xaver Gabelsberger, Erfinder der heute gebräuchlichen Deutschen Einheitskurzschrift ( - 1789)
- 6. Januar: Johann Caspar von Orelli, Schweizer klassischer Philologe ( - 1787)
- 13. Januar: Francisco Ramón Vicuña Larraín, Präsident von Chile ( - 1775)
- 26. Januar: Thomas Lovell Beddoes, Englischer Dichter ( - 1803)
- 27. Januar: Julius August Ludwig Wegscheider, protestantischer Theologe ( - 1771)
- 15. Februar: Pierre-François Verhulst, belgischer Mathematiker ( - 1804)
- 17. März: Wilhelm II. (Niederlande)
- 24. März: Johann Wolfgang Döbereiner, deutscher Chemiker ( - 1780)
- 3. April: Juliusz Slowacki, Polnischer Dichter ( - 1809)
- 4. April: Hermann Franz Joseph von Hann, Rittmeister ( - 1807)
- 18. April: Carlo Rossi, italienisch-russischer Architekt ( - 1775)
- 9. Mai: Wilhelm Adolph Haußner, Arzt und Stadtverordneter in Pirna ( - 1819)
- 11. Mai: Otto Nicolai, deutscher Komponist ( - 1810)
- 11. Mai: Stephan Ludwig Roth, siebenbürgisch-sächsischer Schriftsteller, Schulreformer und Politiker ( - 1796)
- 28. Mai: Anne Bronte, englische Schriftstellerin ( - 1820)
- 10. Juni: Alois von Beckh-Widmanstätten, österreichischer Drucker ( - 1754)
- 10. Juni: Thomas-Robert Bugeaud, französischer General und Marschall von Frankreich ( - 1784)
- 13. Juni: Angelica Catalani, Opernsängerin ( - 1779)
- 15. Juni: James K. Polk, war 11. Präsident der USA ( - 1795)
- 28. Juli: Carlo Alberto I., König von Piemont-Sardinien und Herzog von Savoyen ( - 1798)
- 28. Juli: Gabriel-Jean-Joseph Molitor, französischer General, Marschall von Frankreich ( - 1770)
- 31. Juli: Sándor Petöfi, der Nationaldichter Ungarns ( - 1823)
- 2. August: Mohammed Ali von Ägypten, Vizekönig ( - 1767)
- 12. August: Albert Gallatin, US-Amerikanischer Politiker und Diplomat ( - 1761)
- 26. August: Jacques Féréol Mazas, französischer Violinist und Violinpädagoge ( - 1782)
- 1. September: Pawel Wassiljewitsch Tschitschagow, russischer Admiral ( - 1767)
- 3. September: Ernst von Feuchtersleben, österreichischer Popularphilosoph, Arzt, Lyriker und Essayist ( - 1806)
- 25. September: Johann Strauß (Vater), österreichischer Komponist ( - 1804)
- 7. Oktober: Edgar Allan Poe, US-amerikanischer Schriftsteller ( - 1809)
- 11. Oktober: Valentin Streuber, Badischer Revolutionär ( - 1798)
- 17. Oktober: Frederic Chopin, französisch-polnischer Komponist ( - 1810)
- 18. Oktober: Christian Märklin, Evangelischer Theologe des (19. Jh.) ( - 1807)
- 22. Oktober: Gottlob König, deutscher Forstwissenschaftler ( - 1779)
- 24. Oktober: José Manuel Inácio da Cunha Faro Menezes Portugal da Gama Carneiro e Sousa, portugiesischer Militär und Politiker ( - 1788)
- 1. November: Peter Alois Gratz, katholischer Bibelwissenschaftler ( - 1769)
- 9. November: Carl Albert Christoph Heinrich von Kamptz, Jurist und preußischer Staats- und Justizminister ( - 1769)
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